Nr. 04 - Mit Sagith Surendra - Sehe das Gute & schäme Dich nicht

Shownotes

Schon als 14-jähriger Junge übernahm ich erstmals Verantwortung für Kinder und Jugendliche, als ich mich als Fußballschiedsrichter auf das Feld stellte und bei Spielen für Fairness sorgte.

„Auffällig war, dass er es gar nicht nötig hatte, rigoros durchzugreifen. Er war damals schon sehr emphatisch und schaffte es sich mit Menschen auf Augenhöhe zu unterhalten.“, verrät mein ehemaliger Ausbilder Horst.

Regelmäßig fuhr ich in meinen Ferien in einen Kinderferienclub. Als ich mit 16 Jahren alt genug war, wechselte ich die Seite und jobbte von da an selbst als Ferienanimateur für die Kids.

„Ein echter Vollblut-Animateur. Er ist sich für nichts zu schade, um Menschen ein Lachen ins Gesicht zu zaubern!“, sagt sein Kollege Malte.

Als ich in das Berufsleben einstieg und es erstmal keine Ferien mehr gab, wurde ich von meiner besten Freundin auf eine weitere Möglichkeit aufmerksam gemacht. Seither fahre ich einmal im Jahr mit ca. 180 Kindern und Jugendlichen in ein Ferienzeltlager, um ihnen die besten zwei Wochen des Jahres zu bescheren.

Doch damit nicht genug, dachte ich mir im Dezember 2020!

Ich möchte noch mehr bewegen. Es gibt noch so viel zu verbessern und ich sehe noch so viel Potential. Mein Ziel ist es, die Welt für Kinder und Jugendliche besser zu machen. Dazu möchte ich so viele Menschen wie möglich auf meine Reise mitnehmen und sie motivieren, sich ebenfalls für Kinder und Jugendliche zu engagieren, auf tolle Projekte für die Kids aufmerksam zu machen und der Generation von morgen den Start ins Leben einfacher zu machen. Wenn uns das gelingt, können wir uns langsam steigern.

Seither engagiere ich mich als Multitalent: Ich unterstütze kurzfristige Projekte, die Hilfe benötigen, egal ob physisch oder monetär. Ich sammele sowohl Freiwillige als auch Spenden ein – immer mit 110% Herzblut.

Dazu zeige ich mit meiner Facebookgruppe „Einsatz für das Wohl von Kindern und Jugendlichen – mit Matti Lindman“ immer wieder spannende Projekte für Kinder und Jugendliche auf, auf die sie ohne meine Hilfe bestimmt nicht gekommen wären.

Hier geht es zur Facebook-Community: https://www.facebook.com/groups/397791678311292

Ich stelle mich auf Bühnen als Moderator oder Speaker und begleite Events und andere Veranstaltungen. Ebenfalls verbreite ich Hoffnung, Motivation und gute Laune in meinem Podcast „Mensch Matti! Leben. Lernen. Gestalten.“, in dem besonders jüngere Menschen vom Leben anderer lernen können.

Ich bin mir für nichts zu schade, wenn es um Kinder und Jugendliche geht – auch wenn es mal wieder heißt, eine bescheuerte Wette einzugehen, um die Spenden zu verdoppeln.

Folge mir am besten direkt auf deinem Lieblings-Kanal, egal ob YouTube, Instagram, Facebook, Podcast, LinkedIn, Twitter oder TikTok, um in Zukunft nichts mehr zu verpassen.

Jede Person zählt – also sei dabei!

Transkript anzeigen

00:00:11: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Mensch-Matti, Leben lernen gestalten.

00:00:15: Einmal mehr mit mir, Mathieu Lindmann aber heute auch mit meinem

00:00:19: Interviewgast

00:00:20: Saga Zurendra.

00:00:22: Wenn du es Saga noch nicht kennst ist das überhaupt gar kein Problem denn er selber ist noch Master Student von Molekulare Medizin.

00:00:29: was er allerdings in seinen jungen Jahren schon alles erlebt und erreicht hat ist aller Ehren wert.

00:00:38: gründete er selbst das Helios Förderwerk.

00:00:41: Das Helios-Förderwerk ist ein Verein, der sich besonders und ganz speziell für benachteiligte Kinder und Jugendliche hier in Deutschland einsät.

00:00:49: Dazu kam noch dieses Jahr das Corona-Abitur was Abitorienten aus diesen Jahren gerne unter den Bedingungen einen Crashkurs anbot um das Abitur bestmöglich zu bestehen.

00:01:01: Das Ganze kommt natürlich nicht nur gut bei mir an sondern auch in der Gesellschaft Hagelt es quasi nur so von Preisen für das Elius Förderwerk.

00:01:10: Unter anderem letzte

00:01:10: Woche

00:01:11: kamen noch mal drei neue dazu, und zwar nämlich einmal der deutsche Demografiepreis in der Kategorie Diversity.

00:01:18: Dann ist das Elios Förderberg auch noch zum Bundespreisträger bei Stars Social ernannt worden.

00:01:24: Und als Kroneumdrauf, als E-Tüttelchen die Sahne gab es noch den bayerischen Digitalprans.

00:01:32: Und so ganz nebenbei in unserem Vorgespräch erwähnte er auch nochmal, dass er ja auch scheint ein TED Talk-Speaker ist.

00:01:41: Also Schapur

00:01:42: Hut Up für diesen Karriereinsprung an diesem jungen Alltag!

00:01:46: Jetzt noch eine kurze Information in eigener Sache?

00:01:49: Kennst du schon unsere Facebook-Kommunität?

00:01:52: Wenn das nicht der Fall ist, dann bist du hiermit recht herzlich eingeladen dieser Beizutreben.

00:01:57: Um dir die Suche so bequem und einfach wie möglich zu machen findest Du den Link dazu natürlich unten in den Schoen.

00:02:04: Was machen wir in dieser Facebook-Community?

00:02:06: Wir zeigen zum einen Kindern und Jugendlichen auf

00:02:08: was es alles

00:02:09: für Möglichkeiten und Projekte gibt um die Welt für Kinder und Jugendliche besser zu gestalten die sie warnen können allerdings auch für die andere Seite für Projekten und Organisation um diese fortzuführen, wenn sie Hilfe brauchen.

00:02:23: Ein kleines Megaphone zu haben und ein Shoutout in die Community zu geben, um die besten mögliche Unterstützung zu erhalten.

00:02:33: Hoffentlich erreichen wir natürlich noch ganz viele weitere Leute, die engagiert sind und sich gerne dafür einsetzen wollen dass die zukünftigen Generationen wiederum eine bessere Welt vorfinden als wir es gehabt haben.

00:02:46: genug gequatscht Ich wünsche euch ganz viel Spaß, in dem heutigen Interview mit Zaget.

00:02:51: Wenn euch das gefällt, abonniert doch gerne diesen Kanal, gebt eine Bewertung ab

00:02:57: oder schreibt

00:02:58: mir ein Feedback unten in die Kommentare rein.

00:03:01: Ich würde mich super freuen und wünsch euch heute ganz viel Spass mit dem heutige Interview!

00:03:14: Wie geht's dir, Mensch?

00:03:16: Ja, wie geht es ganz gut.

00:03:17: Bin gerade noch etwas in der Klausurphase.

00:03:19: Deshalb fleiß ich am Lernen aber ansonsten.

00:03:22: Alles Gute!

00:03:23: Das ist das

00:03:23: Interview heute, eine gelungene Abwechslung so rum.

00:03:29: Ja auf jeden Fall!

00:03:30: Ich habe jetzt ein bisschen angefangen mit meiner entspannten Pause und dann geht es weiter.

00:03:36: Also heute noch einen großen Turnus vor dir?

00:03:39: Ja aber Lernen kann sich ja ganz gut selbst irgendwie einteilen.

00:03:45: Was studierst du jetzt?

00:03:46: Molekularen Medizin.

00:03:49: Und wie lange machst du das schon und wie lange kommt noch?

00:03:53: Also ich habe jetzt zwei, sechs in meinen Bachelor angefangen.

00:03:58: Genau, der Bachelor ist letztes Jahr schon fertig geworden und jetzt bin ich im Master.

00:04:02: Und ich bin im zweiten Semester.

00:04:03: also offiziell habe ich noch zwei vor mir.

00:04:06: Ich habe jetzt aber entschieden dass ich noch einen zweiten Master anfangen will in Public Policy.

00:04:11: den schiebe ich jetzt quasi so ein bisschen zwischen rein.

00:04:15: Wow!

00:04:16: Ja genau das habe.

00:04:17: ich werde noch zwei Jahre studieren aber hab dann hoffentlich zwei Masterabschlüsse.

00:04:21: Oh ja Respekt und nebenbei noch ein bisschen mehr lernen, alle Achtung.

00:04:27: Und dann Medizin ist ja wahrscheinlich auch nicht gerade das Einfachste, ne?

00:04:31: Nee auf jeden Fall nicht.

00:04:32: aber also es macht doch auf jeden fall Spaß!

00:04:36: Auch wenn's ein bisschen kompliziert ist was für mich ein bisschen schade finde.

00:04:39: ich sehr viel auswendig lerne und transfer machst du dann quasi im Labor, weil grade jetzt durch Corona habe ich im ganzen Master noch kein bisschen Laborfahrung sammeln können was bisschen Schade ist.

00:04:50: Ja verdammt,

00:04:52: ja.

00:04:53: Ich habe auch gemerkt in meinem Studium, dass Labor nicht wirklich meine Welt ist.

00:04:56: Das macht mir Spaß aber es ist ein sehr isolierter Raum.

00:05:01: also du hast mit wenigen Leuten zu tun und du bist auf so einem sehr spezifischen Themengebiet unterwegs was auch kaum irgendwie die Brücke schlägt zur anderen Stakeholder und Themen und das ist nicht so.

00:05:14: das was ich mir wünsche glaube ich.

00:05:16: Also naturwissenschaftliche Forschung an sich macht mir Spass Aber ich glaube, ich bin einfach nicht der Mensch fürs Labor.

00:05:22: Der da Jahre drin verbringt kann und voll aufgeht in so einem kleinen Miniprojekt.

00:05:27: Deshalb

00:05:27: auf die Entscheidung ist sich noch ein zweiter Mass im Public Policy machen möchte um dann irgendwie zu gucken wie ich mit dem Wissen aus dem Gesundheitswesen vielleicht die Brücke irgendwo schlagen kann.

00:05:37: So sagen wir gehen eine Stiftung oder die Gesundheitspolitik wo das Fachwissen ganz gut ist aber wo du halt auf einer anderen Flucke unterwegs bist.

00:05:46: Apropos Stiftungen, das ist eigentlich gerade eine super Überleitung um mal darüber zu sprechen, was du eigentlich auch noch nebenbei machst.

00:05:53: Weshalb wir auch irgendwie in Kontakt gekommen sind.

00:05:56: Deswegen lass uns gerne da die Brücke rüber schlagen und erzähl einfach mal wo du hier kommst, was Du gemacht hast wie dein Werdegang gegangen ist und wie du jetzt dahin gekommen bist, wo du jetzt hinkommen bist und vor allem warum.

00:06:16: das wäre natürlich sehr spannend.

00:06:20: Das war ein großes Kapitel.

00:06:22: Riesenkapitel, ich lass dich erst mal reden.

00:06:24: Erstmal müssen wir wissen wen haben wir hier eigentlich vor uns?

00:06:30: Ja also eigentlich fängt alles so ein bisschen mit der Fluchtgeschichte meiner Eltern an die von dem Brückerkrieg aufs Gelanker geflohen sind und so bin ich quasi in Deutschland geboren und aufgewachsen.

00:06:40: Wie alt warst du da?

00:06:44: Ich bin hier geboren daher.

00:06:48: quasi gebürtiger Deutscher, aber wie viele Jahre vorher sind deine Eltern geflohen bevor du dann geboren bist in Deutschland?

00:06:56: Also mein Papa war so ein halbes Jahrzehnt glaube ich schon in Deutschland.

00:07:00: Er hat sich von einem Restaurantjob zum nächsten irgendwie umbewegt und meine Mama kam wirklich paar Monate einen halben Jahr vor ich geworden wurde erst nach Deutschland.

00:07:09: Wow okay!

00:07:11: Und trotzdem deine Eltern haben die ganze Zeit den Kontakt gehalten auch über die Distanz.

00:07:16: oder habe ich es hier gelernt?

00:07:18: Die haben sich dort kennengelernt und scheinbar sehr gut die Distanz gehalten, obwohl es damals ja noch kein... also nicht wirklich Internet gab.

00:07:26: Und alles auf Briefe angewiesen war.

00:07:28: Ich glaube das war wahrscheinlich eine andere Zeit.

00:07:31: Definitiv auch nochmal der ganze Distanz.

00:07:34: schwieriger mit der Kommunikation heutzutage.

00:07:37: Du siehst es ja heute wir machen einfach mal Zoom an oder irgendeinen anderen Dienstleister und können über mehrere Tausende von Kilometern uns unterhalten, aber das war damals gar nicht so leicht.

00:07:47: Also Respekt!

00:07:49: Okay dann waren also alle in Deutschland du bist geboren worden.

00:07:51: was ist denn passiert?

00:07:53: Ja genau jetzt zurückblickend habe ich natürlich eine ganz andere Perspektive drauf.

00:07:57: Aber Ich bin quasi eigentlich auch erstmal einen sehr kleinen tamilischen Wabbel aufgewachsen weil ich hab tamilisch als erste Sprache kennengelernt.

00:08:06: Meine Eltern hatten da ja noch wirklich gar nicht fußgefasst in der deutschen Gesellschaft.

00:08:10: Deshalb bin ich quasi eigentlich in der tamilische Community groß geworden hab dann Deutsch als zweite Sprache gelernt.

00:08:19: Mein Papa war der einzige, der in unserer Familie im Schulabschluss hatte, der wurde aber in Deutschland nicht anerkannt.

00:08:24: Das heißt die mussten quasi echt von Lohle aufstarten.

00:08:27: Ich bin eigentlich auch unter relativ prekären finanziellen Verhältnissen groß geworden und das war damals meine Lebensrealität.

00:08:35: also ich kannte es ja gar nicht anders Und so ein bisschen zu kollidieren angefangen hat das glaube ich Ende der Grundschule.

00:08:43: wenn dann der Übergang aus Gymnasium kam Und ich dann gemerkt habe, krass für die meisten Leute ist meine Lebensrealität ja was voll exotisches.

00:08:53: Ja

00:08:55: und auch kennengelernt irgendwie... Also für mich war meine Lebens Realität so von Dingen geprägt wie heute wo andere Leute sagen ja krass dass ich in der Grundschule irgendwelche Briefe von Finanzämtern übersetzen sollte weil ich in dem Alter immer noch das beste Leute in der Familie kannte irgendwie sich ein Zimmer mit Geschwistern zu teilen sowas.

00:09:14: Und dann bin ich quasi in den Schulalltag gestartet und habe Leute kennengelernt, die nach der Schule irgendwie noch Sport machen oder Kunst machen.

00:09:23: Sonst was besuchen, einen eigenen Garten haben, wo ich mich ... Oder ein eigenes Zimmer hatten, das für mich ja auch schon voll das krasse Ding war.

00:09:31: Und dazu ein bisschen zu kollidieren angefangen.

00:09:36: Dann hab ich natürlich auch während der Gymnaseerzeit hatte ich oft das Gefühl, meine Eltern manchmal so eine Würde zu sein weil wenn ich mit irgendeinem Bericht nach Hause kam und die Schule braucht Papiergeld oder die nächste Studienfahrt kostet so und so viel Geld, dann ist das an mir natürlich nicht vorbeigegangen.

00:09:53: Dass es für die immer voll der Aufwand war und man immer gucken musste.

00:09:57: Und ja... Die Erfahrung hat mich schon relativ stark geprägt.

00:10:02: Und du warst auch nicht nur das Einzige-Kind richtig?

00:10:05: Genau!

00:10:05: Ich habe noch ein Bruder, der ist vier Jahre jünger.

00:10:11: Der hat glaube ich auch ähnliche Erfahrungen gemacht.

00:10:13: Der hatte natürlich ein bisschen das Glück, gerade so abgesehen vom finanziellen alles was man kulturell mitnehmen kann.

00:10:21: Hat er glaube ich das Glück gehabt dass er mich noch hatte?

00:10:25: Ich hoffe zumindest dass er weniger das Gefühl hat irgendwie allein zu sein oder sich fremd zu fühlen oder nicht mithalten zu können oder nicht mitreden zu können weil ich ja so ein bisschen von dem was ich mitgenommen habe in ihnen weitergeben kann.

00:10:39: Genau aber das ist die große prägende Erfahrung meiner Schulzeit gewesen dann noch mal so irgendwie die Krönung gefunden hat, als ich in Studium gestartet bin.

00:10:50: Weil das ja da sind nochmal zwei Welten kollidiert von... weil die Uni oder gerade auch die FU und ich habe ja einen medizinischen Studiengang wo ich sehr viel mit Medizinerinnen zu tun hab ist natürlich sehr stark dominiert von AkademikerInnenkindern.

00:11:04: Ja wie habt ihr das denn gemacht?

00:11:06: Also diesen Schritt erstmal hast du ja schon gesagt es war finanziell gar nicht einfach dass du weiter in die Schule gehen kannst und dann noch an speziellen Projekten oder Kursen, die dir noch extra gekostet haben, teilnehmen konntest.

00:11:19: Wie habt ihr das hinbekommen?

00:11:22: Beziehungsweise da noch Uni also war ja wahrscheinlich auch nicht ganz umsonst, oder?

00:11:26: Na klar!

00:11:27: Also ich habe relativ früh irgendwie geguckt, dass ich auf eigene Beine komme eigenständig bin weil das ist auch das was mir meine Eltern so ein bisschen am meisten mitgegeben haben.

00:11:36: gerade die Erfahrung von meinem Papa war immer das Bildung für mich der eine Schüssellein wird Und das ist was, was mir schon eingetrichtert wurde.

00:11:47: Wo ich auch Zuflug gesucht habe.

00:11:49: Schule war für mich trotz aller Hürden und Wiedrigkeiten ein bisschen der Ort wo ich gesehen hab da kann ich mich austoben, dann kann ich Interessen nachgehen weil ich die Unterstützung sonst den nur gefunden habe.

00:12:02: Das war natürlich eine ganz andere Motivation So sehr ich unser Bildungssystem heute immer noch kritisiere und sage, hey, faire Bildungsschancen.

00:12:15: Hast du ja das große Glück, dass du bis zum Abi zumindest ohne finanzielle Verhältnisse, also ohne die finanziellen Ressourcen dein Abi machen kannst?

00:12:22: Und so habe ich mich jetzt ein bisschen durchgekämpft.

00:12:24: Und ich hatte nochmal das große Glück!

00:12:25: Ich wurde in der Oberstufe im Schülersteckenden-Programm aufgenommen für Menschen mit Migrationsgeschichte.

00:12:31: Da bin ich nochmal in den Netzwerk reingekommen von Leuten, die eine ähnliche Biografie hatten wie ich.

00:12:36: Das ist auch wichtig... auch der eine große Faktor, der mir gefehlt hat.

00:12:39: Dass ich mich im Schulalltag so allein gefühlt habe mit meiner Biografie und meiner Herausforderung und niemand hatte wo ich sage hey da kann ich zugehen, der versteht mich, der macht vielleicht gerade dasselbe durch?

00:12:49: Und in dieses Netzwerk zukommen von jungen Menschen die dieselben Erfahrungen teilen das war nochmal auch der große Punkt der mich zu einem Studienbemut hat weil ich ja sonst niemanden hatte.

00:13:00: Lass uns da noch mal kurz mit anknüpfen.

00:13:01: du hast es eben schon mal ein bisschen angedeutet.

00:13:05: aber grade diese Zeit, so dieser Schulzeit mit dem sozialen Hintergrund.

00:13:11: Was hat das so besonders schwierig für dich gemacht beziehungsweise?

00:13:14: Was waren da so deine Herausforderungen damit du eigentlich zu diesem Schulalltag in den wir ja wieder gerade selber gesagt hast ja nachher so reingeflüchtet bist?

00:13:22: was war die soziale Herausforderung die die damit eingehen?

00:13:30: es ist schwierig glaube ich so.

00:13:31: Es gibt ein paar Dinge die man sehr gut erklären kann sich irgendwie eine Studienfahrt nicht leisten können Und dann sind es halt immer so ganz viele kleine Triefen, wo sich ein Gesamtbilder gibt.

00:13:41: Weil... Es fällt schon auf welche soziale Herkunft jemand hat wenn man irgendwie in der Mittagspause jeder zur Mensa geht und ist da eine der zur Kommissbude rennt weil mit den paar Euro ist das was halb drin ist.

00:13:57: Das führt schon zu so einer Isolation und auch Themen wo du mitreden kannst Wenn drei Leute immer weiß dass die Fußballer in der Klasse gehen alle Fußball spielen nach der Schule und du kennst das halt nicht.

00:14:08: Und auch wenn sie über irgendwie was erzählen, was im Verein passiert ist für mich ich kannte nicht mal was ein Verein ist so.

00:14:15: Ja es ist schon eine ganz andere Welt also fast schon unfassbar weil es ist nunmal wirklich ne Story aus der Realität wie das tatsächlich sein kann.

00:14:29: War das für dich dann auch irgendwie ... hattest du das Gefühl du warst anders in der Schule?

00:14:34: Ja voll!

00:14:35: Also Ich merke es jetzt rückblickend immer mehr.

00:14:40: Aber klar hatte ich so einen... ...ich habe mir halt immer diese paar Nischen gesucht, wo ich wusste da nobody cares, da fühle ich mich wohl.

00:14:49: aber ich war ja nie irgendwie so Mainstream gerade nicht nur wegen meinem finanziellen Background sondern auch aufgrund der Fluchtgeschichte meiner Eltern und und um.

00:15:00: Ich war schon immer der, der so ein bisschen der Isolierte war, der Außenseiter war.

00:15:07: aber wie sich das dann umkehren kann, diese Position.

00:15:10: Da kommen wir bestimmt gleich nochmal darauf zu sprechen weil es finde ich super interessant und das war ja auch so der Anlass warum wir uns kennengelernt haben was du da nämlich daraus gemacht hast aus diesem Außenseiter sein und aus diesen schwierigen background den du jetzt hattest was man daraus machen kann.

00:15:27: deswegen lass uns mal in dem Studium weitermachen.

00:15:30: also du bist nachher mit Abitur durchgekommen wahrscheinlich sehr gut wenn du dich in der Schule Ja, mit identifizieren konntest.

00:15:38: Also war wahrscheinlich das schlechteste Abitur?

00:15:41: Er ist wohl auch ein außergewöhnlich gutes Abiturt.

00:15:44: Sehr gut!

00:15:47: Nee weil gerade in so einem Herausforderenden Umfeld also ich glaube da kann man zwei große Entscheidungen treffen.

00:15:52: Einmal gibt es glaube ich viele die an sowas verzweifeln wo man bisschen resigniert dass... Ich habe das ja in meinem Umfeld genauso mitbekommen.

00:16:02: und dann gibt's glaube ich die Leute die das genau zur Herausforderung nehmen sagen Genau deshalb bringe ich mich jetzt ein.

00:16:08: oder ich such auch, du bist ja immer auf der Suche so'n bisschen nach Bestätigung.

00:16:13: Und wenn Du das in diesen sozialen Umfeld nicht finden kannst dann ist die einzige Zuflucht zum schulische Leistung weil dadurch kannst Du Dich irgendwie abheben und sagen Ich rück das ins positive.

00:16:23: Das glaube ich auch was was viele machen Was mir jetzt auch Rückblickend bei den Schülerenden auffällt, die wir so unterstützen.

00:16:29: Und das glaub ich auch so instinktiv dass was ich gemacht habe So ich wusste ich hab da so ein paar Stärken Und die baue ich jetzt aus, weil damit kann ich Dinge kompensieren, wodurch ich mich auf den anderen Seite fremdfühle.

00:16:42: Wie konntest du deine Stärken identifizieren?

00:16:44: Wie hast Du dir erkannt?

00:16:47: Das ist nämlich eine schwierige Frage!

00:16:49: Weil das Problem hatte ich auch... Also ich wusste lange Zeit nicht was kann ich denn eigentlich richtig gut?

00:16:55: Ich war auch so ein Allrounder also ich hatte dann nirgends wo wirklich so eine riesige große Stärke außer irgendwie Sport.

00:17:00: Das konnte ich egal welche Sport oder Konnte immer alles konde ich irgendwie immer ganz gut aber Auch in der Schule, so einige Sachen lagen mir halt überhaupt nicht.

00:17:09: Aber andere auch nicht richtig gut und das war irgendwie alles immer so Durchschnitt.

00:17:14: also ich konnte alles ein bisschen aber halt nichts irgendwie perfekt.

00:17:17: Wie hast du deine Stärken für dich rausgefunden?

00:17:23: Ich weiß gar nicht ob... Also ich habe Interessensfelder entdeckt sagen wir es eher so weil die meisten Stärkungen haben sich erst glaube ich nach der Schule erkannt.

00:17:30: Auch das was wo ich sage so Das bringt mich jetzt am meisten was oder das kann ich wirklich gut ist glaube ich alles erst mit dem Studium gekommen.

00:17:39: Aber ich habe so ganz klassisch übernoten, was mich interessiert.

00:17:43: So habe ich halt meine Themenfelde entdeckt.

00:17:45: Ich hab auch viel Zeit in den Pausen diese fünfzehn Minuten die man in der Schule hat.

00:17:50: Es gab so vier Kids an der Schule insgesamt, die immer in die Bib geflüchtet sind.

00:17:55: Genau und das glaube ich wahrscheinlich auch ein bisschen stärker erkennt.

00:17:58: Dann gibt es zwei Bücher dann zwei PCs und so habe ich meine Pausens verbracht.

00:18:04: Ja würdest du jetzt Umkehrschluss, also jetzt wo du zurückblickst würdest du das anders machen wollen?

00:18:10: oder was würdest Du deinen jüngeren ich raten wollen?

00:18:12: in dem fall?

00:18:14: Was hättest du vielleicht früher anders gemacht?

00:18:17: Nicht unbedingt besser aber anders

00:18:21: Als ich glaube wenn wenn irgendwas großartig anders gelaufen wäre dann wäre Ich glaube heute eine ganz ganz andere Person geworden.

00:18:27: daher So doof es klingt Es passt eigentlich Ganz schon weil ich bin ganz zufrieden mit was ich daraus gemacht habe.

00:18:35: Definitiv darf so sein, kann ich dir von außen sagen.

00:18:40: Aber was ich glaube... wenn ich jetzt in der Rolle eines Mentors meinem Jüngeren nicht begegnen würde dann würde ich versuchen mir selbst beizubringen das positive in all dem zu sehen weil ich habe lange Zeit damit verbracht mich für Dinge zu schämen oder mich anzupassen oder zu versuchen dass Dinge über mich nicht bekannt werden und erst viel, viel später gelernt oder es mir irgendwo selbst beibringen müssen darin eine Chance zu sehen, darin Stärken zu entwickeln.

00:19:13: Darauf stolz zu sein was man ist und dass auch das ist was mich vielleicht so einzigartig macht in diesem Mainstream.

00:19:20: aber ich glaube ich habe damals sehr danach gesucht teil des Mainstreams werden zu wollen.

00:19:28: Ja definitiv also wirklich eine Einstellung, die ist nicht nur lobenswert sondern auch sehr speziell.

00:19:35: Also das schafft auch nicht jeder so und deswegen finde ich es auch richtig gut dass du halt auch Menschen genau in diesen ja genau in diesem diesen Schnitt schnell stellen halt auch unterstützt.

00:19:47: ziemlich cool lass uns mal darüber genau dann in die Richtung kommen.

00:19:51: wir hängen hier immer so die Cliffhänge alle ein.

00:19:52: Aber wir haben noch gleich gesagt was macht jetzt eigentlich?

00:19:57: Genau also So, Schule machen wir jetzt aber einen Haken hinter oder vielleicht kommen wir dann noch mal durch eine Frage oder irgendwas nochmal wieder zurück.

00:20:05: Aber genau, da kam das Studium.

00:20:07: und während des Studiums hast du ja auch schon wie du gesagt hast, du hast dich sehr viel selbst weiter noch befasst neben dem Studium?

00:20:15: Was hast du gemacht?

00:20:17: Ja genau also ich habe im Studium kam dann die große Realisierung so Nach dem Abi kommt ja generell so ein bisschen die Selbstfindung zu.

00:20:24: Du musst dich irgendwie plötzlich orientieren und schauen wohin es für dich geht, was hast du an Erfahrungen?

00:20:30: Und gerade als ich mitten in diesem Prozess war, habe ich mein Schulium begonnen und hab gemerkt wie viele Förderangebote und Schippen hier und was das nicht alles für Studierende gibt.

00:20:40: Meine eigene Biografie oder generell das Thema hat das... Ich festgestellt habe dass meine Biographie voll die Ausnahme an der Uni ist mit denen ich aufgewachsen bin an ganz vielen Punkten vorher irgendwie schon aufgegeben haben oder einen anderen Weg eingeschraben haben.

00:20:55: Und wieso ich jetzt einer von wenigen bin, die so übrig geblieben sind?

00:21:00: Das gepaart mit diesen ganzen Stipendien und Förderangeboten hat natürlich eine Idee aufgebracht.

00:21:06: Ich habe mich gefragt, wieso es Stipendiens und Fördereangebote und was es nicht alles für Studierende gibt, nicht für SchülerInnen gibt weil es viel wichtiger wäre vorher anzusetzen und überhaupt den Zugang zum Beispiel an Uni zu ermöglichen.

00:21:20: Ja, und ich bin generell jemand der ungern irgendwie was kritisiert wenn er nichts Konstruktives dazu beitragen kann.

00:21:28: Und aus der Motivation heraus habe ich Aelius gegründet es damals als Idee gestartet dass wir ein Förderangebot schaffen wollten für benachteiligte Kinder Jugendliche Ich hab ja so die paar wenigen die ich kannte die irgendwie eine ähnliche Biografie haben und dann Ausbildung an Studium angefangen haben habe ich so ein bisschen zusammengedrommelt und gesagt, hey lass uns doch da was anfangen.

00:21:52: Genau!

00:21:53: Und so haben die IEOS als Verein gegründet, haben so die ersten Workshops gemacht um zu überlegen, was hätten wir uns damals gewünscht?

00:21:59: Sind sehr schnell natürlich auch so einen Mentoring Gedanken gekommen und haben so ein bischen aus Was hat uns gefehlt, was hatten wir uns dannmals gewünschten für Rahngebot konstruiert?

00:22:09: und ja das ist ganz ganz rapide gewachsen über die letzten Jahre.

00:22:16: Inzwischen sind wir ein bundesweites Förderwerk für Benachteiligten in der Jugendliche.

00:22:20: Wir machen Workshops, Mentoring und machen eins-to-eins Beratungen für Bewerbungsprozesse, Studienfinanzen usw.

00:22:27: Das Ganze ist von über hundertsechzig Einamtlichen inzwischen getragen.

00:22:30: Es sind alle Studierende auszubildenden.

00:22:31: Die meisten haben eine ähnliche Biografie wie ich oder generell die Hürden auf ihrem Bildungsweg gehabt.

00:22:38: Und das ist irgendwie auch das was er illös heute ausmacht.

00:22:42: Für mich war anfangs eh so ne riesige Frage auf was für eine Resonanz das Stoßen wird.

00:22:48: Weil ich hatte meine eigene Biografie, ich hatte so ein paar Geschichten aus um die ich von Freunden und Bekannten kannte.

00:22:53: aber ich wusste gar nicht damals war ja auch noch gar nicht in diesem Thema so großartig drin vor allem auf so einer akademischen Perspektive Bildungsbenachteiligung, Bildungsgerechtigkeit.

00:23:01: Für mich war es ein sehr persönliches Anliegen und ich wusse nicht ob was für ne Resonant sich stoßen werde und dass wir heute so viele ehrenamtliche geworden sind und alle die zu uns kommen meist sagen meistens, hey ich kenne das.

00:23:13: Ich weiß was du meinst und ich würde gerne meine Erfahrung oder die privilegierte Position, die ich heute erreicht habe nutzen um in der nächsten Generation etwas

00:23:20: weiterzugeben.".

00:23:23: Ja, das ist ein mega guter Gedanke!

00:23:27: Das ist ja auch gerade genau das Schwierige an diesem Projekt wahrscheinlich gewesen als du es gestartet hast.

00:23:32: Du hast selber gesagt dass man ja vielleicht sozial benachteiligt ist, darüber spricht man ja eigentlich nicht gerne.

00:23:38: Das ist ja auch etwas was man vielleicht versucht zu vermeiden das es andere mitbekommen.

00:23:42: Es war bei dir auch nicht anders hat er eben da schon erzählt und dann zu wissen okay wie viel Resonanz bekomme ich denn eigentlich?

00:23:48: Wie viele Trauen sich wirklich aus dich herauszukommen und sich bei dir zu melden oder bei eurem Team und zu sagen ey... Ich muss hier jedes mal kämpfen, dass ich mit auf Klassenfahrt fahren kann.

00:23:59: könnte was für mich tun?

00:24:00: so ne?

00:24:02: Es ist

00:24:03: heute noch nicht eines der schwierigsten Dinge.

00:24:06: Weil mir war es auch wichtig, ich hatte ja selbst die Erfahrung gemacht in einem Programm zu sein für Mensch mit Migrationsgeschichte und das hat ja auch bei mir viel bewirkt.

00:24:15: aber mir war's wichtig genau sowas für mehr Menschen anbieten zu können als nur für Mensch Mit Migrations Geschichte.

00:24:21: Und wir verstehen uns bis heute als Bedarfsförderung und vor allem haben wir keine Kriterien.

00:24:28: Ganz klar ist davon aus, dass jeder der den Schritt auf uns zu macht und sagt, ich brauche die Unterstützung.

00:24:33: Der wird sie auch brauchen weil das eine unfahrsbare Hürde ist überhaupt erst mal so ein Angebot anzunehmen.

00:24:38: Und da finde ich es schade, dass... Es gibt ja viele Programme.

00:24:42: Aber viele haben halt ne extrem beschränkte Zygruppe oder Bewerbungsverfahren oder sonst was.

00:24:48: Da verlierst du halt den großen Teil an Jugendlichen, die du eigentlich zur Erreichung versuchst.

00:24:52: Ja vor allem wenn das Thema Bildung sowieso schon so relevant ist dann Ja, dann stehen da halt Hürden oder Herausforderungen für die Kinder- oder Familien.

00:25:03: Dann eben auch noch so eine Bewerbung zu schreiben oder irgendwelche Dokumente rauszusuchen.

00:25:07: Ich denke immer an Asterix und Obelix mit diesem Passierschein

00:25:10: a.o.d.r.,

00:25:10: ich heißt ja glaube ich, wo die denn irgendwann durch die ganze Verwaltung durchlaufen und immer woanders hingeschickt werden.

00:25:16: Dafür ist der Deutschland sowieso schon international bekannt.

00:25:20: Das ist natürlich... Ärgerlich, wenn es solche Hürden gibt, wenn sie gar nicht notwendig sind.

00:25:27: Also wie hast du denn das festgestellt?

00:25:31: Braust du diese Hürde oder geht das eigentlich auch komplett ohne?

00:25:34: Also schafft ihr das so?

00:25:35: Oder wo sind eure Herausforderungen?

00:25:38: zu viel Menschen und Kids zu helfen, wie's geht?

00:25:42: Das ist glaube ich eine Frage von wie man es angeht.

00:25:45: Wir sind ja klar ein zivilgesellschaftliches Engagement, dass sehr stark von Ehrenamtien getragen ist.

00:25:51: Und bei uns steht und fällt halt alles an den ehrenabtlichen Die wiederum aber natürlich genau das Potenzial haben, die Chance sein können um so bürokratische Prozesse und gehen zu können.

00:26:01: Was bei uns ganz wichtig ist dass die ehrenamtlichen quasi jemand sind der unseren SchülerInnen auf Augenhöhe begegnet kann.

00:26:09: Wir sind halt keine... wir sind nicht der Bund!

00:26:11: Wir sind keine Stiftung die meist sehr konservativ wird irgendwie auf junge Menschen, die von oben herab kommen und sagen hey ihr braucht Unterstützung und wir bieten euch das und das sondern wir sind halt meistens jemand, der irgendwie auf so einem Workshop ist was cooles macht und dann so ein bisschen die eigenen Erfahrungen entteilt und sagt hey oder den Raum eröffnet das andere ihre Erfahrungen teilen können sagen können hey dass du von damals erzählst es trifft heute auf mich zu wie bist du daraus gekommen?

00:26:37: Und so findet man dann oft den Weg bei uns ins Venturing-Programm.

00:26:43: So gehen wir das ganz an!

00:26:44: Das natürlich nicht auf alle Ewigkeit skalierbar beziehungsweise schon wenn wir die ehrenamtlichen fängt würden.

00:26:50: Aber das ist für mich immer so eine kontinuierliche Frage, mit der ich beschäftige.

00:26:55: Wie lang kann man das installieren?

00:26:57: Also was wir festhalten auf jeden Fall beim Elius Förderwerk erreicht man oder sieht man Mentoren die selbst schon ihre Geschichte geschrieben haben oder aus ähnlichen Verhältnissen kommen und absolut genau das nachvollziehen können, was man gerade durchlebt.

00:27:11: Das ist schon mal sehr wichtig zu wissen wenn ich jetzt Schüler- oder Jugendlicher Berufsstarter bin oder vielleicht auch in die Uni gehe Wann wäre der richtige Zeitpunkt, beziehungsweise wann könnte ich mich bei euch melden?

00:27:27: Also für das ganz klassische Mentoring-Programm geht es ab vierzehn Jahren los.

00:27:32: Das ist ein ganz normaler Anmeldeprozessor.

00:27:35: Auf der Website gibt man kurz einen was grad irgendwie die aktuelle Herausforderung ist und das war's auch.

00:27:40: also wir fragen jetzt da irgendwie nichts großartig ab.

00:27:44: An sich ist unser Angebot aber auch für viele jüngere Menschen zugänglich.

00:27:48: Also wir machen ja unsere Workshops, die machen wir teilweise auch für Grundschulen.

00:27:52: also da kann man schon irgendwie so einen ersten Kontakt mit uns kommen

00:27:55: und das

00:28:01: alles was man nicht ausdenken kann.

00:28:04: Uns ist es wichtig, dass wir gerade die Perspektiven vermitteln.

00:28:07: Die vielleicht aus dem Elternhaushalt nicht vermittelt werden können und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.

00:28:11: Und so haben wir auch keinen Schwerpunkt irgendwie thematisch gesetzt.

00:28:14: um dir ein paar Beispiele zu geben Wir haben eine ganze Reihe an Seminaren zum Thema Nachhaltigkeit gemacht Weil das ein super zukunftsrelevantes Thema ist aber zudem viele irgendwie grad den Bezug erstellen können.

00:28:24: Wir machen ganz klassische Lernkompetenz Trainings Aber wir machen auch sehr abgefahrene Sachen.

00:28:30: Das ist auch das was am meisten auf Resonanz stößt haben einen DNA-Labor besucht mit Schülerinnen, wo sie ihre eigene DNA haben extrahieren können.

00:28:38: Was für viele das erste Mal ist, wo Sie so ein Labor von innen sehen können und merken hey die Leute sind ja genauso cool drauf, das sind gar nicht so nur weil er ein Doktortitel trägt, dass es jetzt nichts... Ist das keine Person wie der ich nicht reden könnte oder?

00:28:50: Das ist

00:28:50: auch sehr wichtig.

00:28:51: Vorurteile brechen ne?

00:28:53: Super!

00:28:53: Weil sehr viele haben das Gefühl irgendwie nur weil jemand so ein Titel trägt ist er jetzt irgendwie auf Sonnersphäre unterwegs.

00:28:59: sich könnt'n nicht mal mit ihm quatschen.

00:29:01: Und wenn du dann das erste Mal die Erfahrung machst, jemanden zu dutzen der ein Doktortitel hat.

00:29:05: Das ist für viele eine ziemlich krasse Erfahrung.

00:29:08: Das hat man gar nicht im Blick.

00:29:10: Ja aber es habe ich auch schon die Erfahrungen gemacht.

00:29:11: also die Doktoren, die ich kenne sind auch alle total entspannt und sind auch gar nicht anders wie ich und Du unterhalten sich auch gerne über irgendwelche anderen Themen, die über Hobbys und Ähnliches.

00:29:24: Also deswegen so ein Doktatitel hat auch erstmal Geist zu bedeuten.

00:29:30: Und ansonsten mein Heilig, glaube ich letztes Jahr war.

00:29:32: Wir haben über einen Wochenende hinweg mit Schüler in den Sonne gebaut das an den Wetterballon gepackt und mit Kameras ausgestattet und in die Stratosphäre gejagt.

00:29:40: Die haben es alles selber gebaut teilweise selber programmiert weil wir atmosphärischen Druck und sowas gemessen haben.

00:29:46: Das waren natürlich ein abgefahrener Moment als das Ding dann runter kam wie wir das erstmal bergen gegangen sind und dann dieses footage gesehen haben und du hast die Ad-Kommung erkennen können.

00:29:55: Es war natürlich eine abgefahrene Erfahrung Und natürlich, gleichzeitig war das für die eine geile Sache.

00:29:59: Weil in der Schule lernst du atmosphärischer Druck, blablabla entwickelt sich so und dann siehst du da diese ganzen Diagramme und die haben in einem Wochenende quasi ihr Schulbuch selbst erarbeitet.

00:30:10: Ja!

00:30:10: Das ist natürlich ne ganz andere Herangehensweise als wenn Du irgendwie den Frontalunterricht hast und erzählt bekommst, so ist die Atmosphäre.

00:30:18: Ja, das ist doch der Hammer.

00:30:19: Das ist doch cool!

00:30:20: Was ist das Maximalalter, dass man damit machen kann?

00:30:23: Ich muss mal gucken, ob ich noch angestrigen kann.

00:30:26: Ich würde auch gerne immer so verlogen in die Atmosphäre schießen und dann bergen... wie geil ist das

00:30:30: denn?!

00:30:32: Also als mega-cooles Angebot an sich ist natürlich auf SchülerInnen begrenzt.

00:30:36: aber wenn du richtig Bock auf sowas hast, kannst du natürlich auch einmal ärgern, um dich bei uns einsteigen.

00:30:40: Es ist so dieses Schlupflachvideo, trotzdem hat man so Erfahrungen reinkommen ganz.

00:30:45: Sehr gut Also liebe Schüler und Kinder, auch liebe Eltern.

00:30:49: Hier gibt es die einmalige Möglichkeit zu Sagezugehen und sich ehrenamtlich zu beteiligen oder halt selber das Physikbuch nochmal praktisch zu erlernen.

00:30:59: also deswegen wer kann sich alles bei dir melden?

00:31:02: Und aus welchen Grund?

00:31:04: Also erstmal die Schüler und den Kindern.

00:31:06: Genau, also hauptsächlich erst mal Schüler innen die ihr um an Workshops zu teilzunehmen oder wenn sie einen Mentor suchen, oder wenn Sie irgendwie konkrete Beratungsfälle haben.

00:31:15: Also wenn sehr konkret das Anliegen irgendwie... ich weiß gerade nicht, ich finde keinen Praktikum Ich weiß nicht was Motivation schreiben ist, dass so eine ganz klassische Frage oder ich weiß nicht wie ich mein Studium finanzieren soll Dann kann man zu uns kommen und kriegt ne eins-zu-eins Beratung Man wird wirklich individuell betreut Und wir schreiben gemeinsam die Bewerbung Wir gucken nach einem passenden Stipendium Oder schauen uns wie dieser BAföG Antrag aufgebaut ist, sowas Und da klingt es auch schon an.

00:31:37: Also unsere Hauptziegruppe sind natürlich Schülerinnen, aber gerade mit diesen eins-zu-eins Beratungen fördern wir auch Studierende und Auszubilden.

00:31:44: Ja sehr gut!

00:31:46: Was ist denn in dem Fall?

00:31:48: Weil das kann ich mir natürlich auch noch vorstellen... Ich bin jetzt Schüler und höre hier grade zu und denke, ach Mensch, das ist ja genau was ich brauche.

00:31:57: Genau da brauche ich Hilfe.

00:31:58: Aber meine Eltern sprechen halt nicht so gerne darüber.

00:32:03: Also vielleicht muss ich da auch selbstständig tätig werden, bin aber vielleicht erst vierzehn oder fünfzehn Jahre.

00:32:08: Was mache ich denn dann in so einem Fall?

00:32:09: Kann ich mich selber bei euch melden und bekomme Unterstützung oder müssen das die Eltern sein weil erziehungsberechtigt?

00:32:16: Wenn wir in dieses Mentoring-Programm gehen, dann kommen natürlich ein paar Richtlinien und am Ende müssen die Eltern unterschreiben Aber ansonsten sind wir super zugänglich dass Schülerinnen direkt auf uns zukommen können Und das muss auch nicht eine E-Mail sein, man kann uns genauso auf Instagram oder TikTok oder was auch immer anschreiben.

00:32:31: Da antwortet immer jemand und kümmert sich dann um das Anliegen.

00:32:35: Ja mega!

00:32:36: Okay, das ist sehr gut zu wissen.

00:32:38: also wenn ihr Hilfe braucht Unterstützung braucht bei Bewerbungen Mentoring ich bin pleite mein Eltern sind haben kein Geld.

00:32:47: Ich brauche irgendwie Hilfe und ihr seid da irgendwie ein bisschen verzweifelt.

00:32:52: Dann könnt ihr euch genau beisagt melden und zwar Instagram habe ich eben gerade schon gehört, TikTok auch möglich.

00:32:58: Was muss man da eingeben damit man dich findet oder euch findet?

00:33:01: Ein alias Förderwerk!

00:33:03: Man kann es googeln und auf Instagram eingeben.

00:33:05: Eigentlich sind wir eigentlich auf jeder Plattform verträgt.

00:33:08: Perfekt.

00:33:08: Und muss man Scheu haben sich an euch zu wenden?

00:33:11: Nee überhaupt nicht.

00:33:12: das ist glaube ich eigentlich das ganz coole bei uns.

00:33:14: alle die bei uns mitmachen sind maximal so siebenundzwanzig Jahre alt.

00:33:18: Die meisten sind zwischen achtzehn und zwanzig da.

00:33:22: Wir dotzen uns auch alle.

00:33:24: Also wir hoffen gerade damit, so ein Angebot zu schaffen was halt irgendwie zunehmlich ist.

00:33:30: Ja perfekt.

00:33:31: also keine Angst haben.

00:33:32: melden das ist schon mal sehr gut.

00:33:36: Das fasst mich nochmal zu den letzten Fragen für unser Interview bringt.

00:33:40: Warum machst du jetzt das?

00:33:41: Was du tust?

00:33:42: Also klar aus deiner Historie verstehe ich dass.

00:33:45: aber was treibt dich jetzt weiterhin an was zu machen?

00:33:48: und wenn ich dein Lebenslauf auch richtig gesehen habe dann machst ja nicht nur das sondern du bist ja auch noch CEO und Gründer Da hast du noch weitere Sachen gemacht.

00:33:57: Warum gehst du diese Schritte?

00:33:59: Du könntest ja auch sagen, ey ich habe jetzt hier ein cooles Förderprogramm erstellt und damit helfe ich Menschen.

00:34:05: Warum ist dir das nicht genug?

00:34:09: Das ist eine gute Frage!

00:34:11: Also Aelius hatte für mich immer so einen Selbstzweck.

00:34:14: also es ist ne sehr biografische Motivation.

00:34:17: Ich hab darin nie meine berufliche Zukunft gesehen oder so.

00:34:20: dann ich habe gehofft damit irgendwie so nen Impuls setzen zu können der sich dann irgendwie ein bisschen verselbstständigen kann.

00:34:27: Und das ist Elios heute ja auch geworden, aber ich habe in dieser Zeit halt wahnsinnig viel gelernt über mich und was ich kann und auch generell über das Thema Social Entrepreneurship.

00:34:39: Das sind so Dinge, über die ich natürlich nie nachgedacht hab als ich Elios gegründet habe, aber das lernt

00:34:44: sich auch nicht.

00:34:46: Ja klar!

00:34:48: Ich habe auch gemerkt wie viele oder eine Generation vor mir ein bisschen frustriert ist Und oft irgendwie auch so eine Verantwortungsdiffusion herrscht.

00:34:59: Bildungsgerechtigkeit ist plötzlich ein Thema, das es Politikern vorbehalten und da muss sich was ändern und Schule muss sich verändern.

00:35:04: aber es gibt selten diese Grassroot-Bewegungen wo man sagt hey das kann ich vielleicht doch selber genauso gut anpacken und ich finde gerade die Pandemie hat noch mal gezeigt wie viel wir in so kurzer Zeit machen können.

00:35:16: Was ich ganz lustig finde, ist der Bund hat ja dieses Jahr angekündigt.

00:35:19: Er macht jetzt Nachhilfeprogramme und steckt dann eine Milliarde Euro rein und damit wir Lernlücken aufholen.

00:35:24: Und das kommt so anderthalb Jahre nachdem die Pandemie begonnen hat.

00:35:28: Und März sowas wurden glaube ich alle ins Homeschooling geschickt und April-Mai gab es die Corona School.

00:35:36: Wir haben online Nachhilfen angeboten.

00:35:38: Wir haben dieses Jahr kostenlos Abiturcrashgröße angebotet.

00:35:40: Das sind alles Initiativen, die ihn wirklich von heute auf morgen gesagt haben, wir machen was!

00:35:46: hätten wir gewartet, hätte das jetzt anderthalb Jahre gedauert und da wäre ja eher alles zu spät gewesen.

00:35:52: Und das ist so diese große Erfahrung die ich mit Aelios gemacht habe.

00:35:56: und ich hab auch während Corona zum Beispiel gemerkt dass das Thema Digitalisierung im Non-profit Sektor überhaupt nicht angekommen ist und alle die bisher wahnsinnig viel geleistet haben und unglaublich wichtig für unsere Gesellschaft waren weil ich glaube in Deutschland wären wir ohne das Ehrenamt würden wir sehr abender stehen.

00:36:14: Definitiv!

00:36:15: die jetzt unglaubliche Probleme haben, weil sie ihr Angebot nicht mehr digitalisiert bekommen.

00:36:19: Und so kam es auch dazu dass ich gesagt habe hey da braucht's vielleicht auch noch was.

00:36:23: und er hat eine Digitalisierungsberatung gegründet für Non-profits.

00:36:27: Weil das was es braucht gibt es ja schon aber halt nur für Wirtschaftsunternehmen vorbehalten und die kann sich kein Schwein leisten der von Spenden finanziert ist.

00:36:36: absolut

00:36:37: genau so hab ich quasi Elius war ja auch, wir haben ein funktionierendes Modell das für Studierende gedacht wahrgenommen und gesagt, wir passen es an eine neue Zielgruppe an.

00:36:46: Und genauso ist DeGenerally ganz klassische Digitalisierungsberatung so wie es für sich Unternehmen gibt und dass eine neue Zieggruppe angepasst.

00:36:55: Fantastisch!

00:36:57: Das finde ich sehr gut weil das ist ja häufig auch eine Hürde bei den Menschen wenn sie schon sagen Sie wollen helfen und jetzt gerade noch in der Digitalisierung also Da wo du eigentlich, ja du kannst da nicht mehr rausgehen und dann irgendwo helfen aktuell.

00:37:13: Sondern dadurch müssen halt weitere Ideen entstehen und die Leute brauchen trotzdem Hilfe.

00:37:19: Dass man dann den Weg über die Digitalisierung, das sollte auch kein Fremdwort mehr sein sondern jeder sollte jetzt eigentlich auch wissen was darin steckt darüber zu gehen.

00:37:29: ich glaube dass ist nicht nur der notwendige Schritt sondern glaube ich auch in der Zukunft ein sehr wichtiger Schritt gerade wenn man über Kinder- und Jugendliche spricht weil dir auch genau damit aufwachsen und groß werden, also die kennen das ja gar nicht anders.

00:37:42: Die werden nicht in den Brief schreiben, sondern die werden halt das Kontaktformular ausfüllen oder dir bei TikTok oder bei Instagram eine Mail- oder Nachricht schreiben weil die einfach, dass du gewohnt sind und weil es einfach viel schneller geht.

00:37:54: Also

00:37:55: warum soll ich denn noch fünf Tage auf ihre Antwort warten wenn ich einen Brief schicke?

00:37:58: Wenn ich dann innerhalb von zwei Stunden auch ne Antwort bei Instagram haben kann gibt da überhaupt keinen Sinn.

00:38:03: aber da muss man halt dann da sein.

00:38:04: und schön, dass Du sowas anbietest auch den Ehrenamtlichen, da die Möglichkeit gibt, Unterstützung zu bekommen.

00:38:13: Weil ich glaube das ist sehr wichtig und wie du gerade selber gesagt hast Deutschland lebt vom Ehrenamt in diesen Bereichen.

00:38:22: Es ist unglaublich wichtig, unfassbar wichtig Und eigentlich ist es total schade weil man gar nicht so viel mitbekommt von dem was ehrenamtliche alles gemacht wird.

00:38:35: Das müsste man noch weiter beleuchten und schauen, dass man darauf aufmerksam macht wie wichtig eigentlich dieses Ehrenamt in Deutschland ist so das es auch funktioniert.

00:38:46: Deswegen ganz tolle Sache.

00:38:47: auf jeden Fall wenn du jetzt zurückblickst und aktuellen Jugendlichen- und Schulabsolventen oder Berufseinsteigern Tipps mitgeben kannst was wären das?

00:38:58: Wenn du mal deine Top ein zwei drei aus dem Gürtel ziehen könntest?

00:39:05: Also

00:39:10: ich glaube, mein allererster Tipp ist der den ich mir damals wahrscheinlich selbst gegeben hätte.

00:39:14: Dass man stolz darauf sein soll was man isst und meist also nie irgendwas haben muss wo was man verstecken muss oder wofür man sich schämen muss sondern in allem steckt Potenzial und in allem Steck Stärke.

00:39:28: Was mich noch, was mir damals geholfen hat auch wenn ich ja elös gegründet habe es Leute zu fragen.

00:39:37: Ich habe lange Zeit damit so verbracht, diese Doktoren-Sphäre zu haben.

00:39:41: Irgendwie das Gefühl zu haben mit den Leuten kann man nicht reden die sind nicht zugänglich oder einfach sich nicht zu trauen Leute anzusprechen.

00:39:48: und ich hab damals als ich ja illös gründen wollte Katja Oberstein gerufen Die Gründerin von Arbeiterkind.

00:39:53: Das ist so dieses eine Mal wo ich gesagt habe ok du kommst nicht weiter jetzt rufst mal wen an dem du überhaupt nicht kennst Geht

00:39:59: mir dahinter auf glatteis.

00:40:00: aber ich tue es.

00:40:05: Ja, sie sitzt heute in unserem Kuratorium.

00:40:07: Hat mich jetzt seit Jahren unterstützt war die erste, die gesagt hat hey macht das Deutschland braucht das und ich habe damals auch als Studentin gegründet.

00:40:15: auch keine einfache Sache aber ich helfe dir ruf einfach an wenn du mich brauchst.

00:40:20: Und dass ist ja der Gedanke von Venturing effektiv.

00:40:24: Ich glaube dieses Potenzial ist wahnsinnig unterschätzt und ich glaube wenn man einmal sich traut diesen Schritt zu gehen und die Erfahrung gemacht da kommt was zurück.

00:40:34: Viele Leute sind bereit, ihre Erfahrungen weiterzuleben.

00:40:38: Und ich glaube das ist etwas was ich vielen Leuten mitgeben würde einfach sich zu trauen und sich umzugucken.

00:40:44: und Schule ist nicht alles.

00:40:45: also wo.

00:40:47: Schule bietet dir einen sehr guten Weg irgendwie der Akademiker zu werden.

00:40:51: wahrscheinlich

00:40:53: aber

00:40:54: die Welt ist viel größer als Schule und man sollte auch mal irgendwie über seinen Tellerantien ausgucken

00:41:00: Ja mega ja auf jeden Fall gerade auch nachher nein habe ich das deutlicher festgestellt, dass Schule nicht alles ist.

00:41:09: Nicht, dass die Schule sinnlos ist.

00:41:11: Das ist ein ganz wichtiger Baustein!

00:41:16: Aber aus dem Leben lernt man halt doch noch mal andere Sachen als die, die man in der Schule beigebracht bekommt.

00:41:23: und das ist ja auch der Grund warum mich dieses Format hier aufgestellt habe weil ich genau darauf Aufmerksam machen möchte und genau nochmal zeigen möchte Was kann man eigentlich noch alles aus dem Leben lernen?

00:41:34: Oder was haben auch andere aus dem leben gelernt, was dir vielleicht in der Schule nicht unbedingt beigebracht wird.

00:41:39: Aber was halt trotzdem super wichtig ist und deswegen deine drei Punkte finde ich super super wichtig.

00:41:45: Also hab kein Charme oder ähnliches habe keine Angst häufig.

00:41:49: Ich weiß das ist super super schwer damit.

00:41:53: Ja sich zu outen wird ja häufig bei uns in einer Gesellschaft noch anders genutzt aber Du kannst halt auch irgendwelche anderen Gefühle oder irgendwelchen Ängste oder ähnliches haben, über die du nicht gerne sprichst.

00:42:05: Aber häufig passiert das erst später mit den Eltern werden, dass sich dann die Leute dazu stehen und sich dann auch outen und sagen hey ich habe dies und das oder mir geht es mit dem Punkt nicht gut.

00:42:19: aber häufig merke ich halt auch, dass sehr viel Respekt einen entgegen kommt für diese für dieses Statement.

00:42:28: Und das ist halt auch dadurch, Leute wissen was mit dir ist oder was du hast und deswegen auch entweder auf dich zukommen oder die halt auch sagen wo du vielleicht auch jemanden findest der vielleicht ähnliches durchgemacht hat und dich dann entsprechend ja nicht weiter vermittelt aber dir zumindest irgendwie weiterhilft.

00:42:46: also deswegen kann ich nur unterstützen die Punkte sehr gut und fragen genau fragen.

00:42:52: Fragen kostet erst mal gar nichts außer ein bisschen Zeit.

00:42:54: Aber diese Zeit, gerade bei Menschen.

00:42:58: Wenn du sie ansprichst weil du weißt die machen irgendwas in diesem Bereich und könnt ihr da gegebenenfalls weiterhelfen?

00:43:05: Die sprechen natürlich auch super gerne darüber was sie gut können beziehungsweise wenn Sie merken dass Du wirklich daran interessiert bist dann haben die auch die zeit oder wenden sie auch häufig die zeit auf um dir da weiter zu helfen.

00:43:19: deswegen sehr sehr gute drei punkte.

00:43:23: sehr sehr gut Sag ich, wenn ich auf die Zeit gucke, dann kommen wir sogar schon zum Ende.

00:43:30: Aber ich habe auf jeden Fall sehr viel... Ich hoffe nicht nur ich, sondern aus diesem Gespräch konnte man sehr viel mit rausnehmen.

00:43:39: Du hattest eine bewegende Vergangenheit.

00:43:41: Du hast sie als exotisch zitiert.

00:43:45: Absolut!

00:43:46: Das ist etwas Besonderes und vor allem diesen Weg daraus zu machen wie du ihn gemacht hast.

00:43:51: Ich glaube das aller Ehrenwert.

00:43:54: Ich wünsche mir natürlich, dass du weiterhin als gutes Beispiel, als Vorbild vorangehst für ganz viele andere und genau da weiter mit Angreis wo du gerade was machst.

00:44:04: Weil ich glaube das wir genau diesen Bereich auch weiterhin in Zukunft sogar noch mehr in Deutschland brauchen werden.

00:44:12: Und deswegen ist es genau der richtige Punkt!

00:44:18: Liebe Audience wenn ihr Hilfe braucht Wenn ihr euch gerne anzahlt und sein Team von Ilias Förderwerk, das sind alles sehr gute Leute.

00:44:26: Und die haben auch alle sehr viel Bock darauf, euch weiter zu helfen.

00:44:31: Deswegen sagt Bescheid!

00:44:32: Und wenn ihr jetzt ein Elternteil sein solltet, dann müsst ihr nicht mehr Elternteil sein.

00:44:35: Wenn ihr jetzt sagt Das ist mega cool ich habe eine andere Geschichte, die ihr auch noch dazu erzählen kann und die ich ja auch noch weitergeben kann Dann könnt ihr euch erstens einmal bei mir melden Weil genau solche Geschichten wollen wir ja hören, die dieses Leben geprägt hat.

00:44:51: Wo man mit Erkenntnissen rauskommt und wo man Situation hatte, wo man sagt hätte mir das nicht jemand vorher sagen können?

00:44:59: Das ist auch genau das was ich hätte auch vorher wissen können und dann wäre mir das gar nicht so passiert oder vielleicht dann durch viel erfolgreicher gewesen oder ähnliches.

00:45:08: Und als zweites natürlich, aber gleichgestellt auf der Elende könnte ich natürlich genauso direkt an Sagit wenden.

00:45:14: Der hat bestimmt nichts dagegen wenn noch weitere Ehrenamtliche sich beteiligen und helfen Kindern und Jugendlichen ja in Zukunft zu unterstützen.

00:45:23: daher sagt vielen vielen Dank.

00:45:25: schön dass du da warst und dir sofort die Zeit genommen hast.

00:45:27: das muss ich auch nochmal kurz ergehen.

00:45:29: Sagit halt der nicht mehr der nicht mal gezögert.

00:45:31: Ich habe mich nur gefragt er hätte gesagt Ja wann wo muss ich hin?

00:45:34: also Respekt Vielen, vielen Dank, dass du hier warst und das wir die Zeit hatten.

00:45:39: Und ich freue mich weiterhin von dir zu hören, von euren Projekten.

00:45:45: Wir werden bestimmt noch mal in der Zukunft irgendwie miteinander zu tun haben.

00:45:48: Du bist mir ziemlich sicher!

00:45:50: Ja, das werde ich doch hoffen.

00:45:51: Hat mir auch sehr viel Spaß gemacht und vielen Dank für die Anleitung.

00:45:55: Ja, sehr gerne.

00:45:57: Bis dann!

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