Nr. 132 - Mit Bodo Wartke - Mit den eigenen Werten zum Erfolg

Shownotes

Viele von Euch kennen Bodo Wartke von den Zungenbrechern 4.0. Seine vorgetragene Geschichte vom Dachdecker erreichte mehr als 60 Millionen Aufrufe auf der ganzen Welt. Und Bodo kann noch viel mehr: Er ist vom Beruf Klavierkabarettist.

Bodo Wartke hat schon immer für Musik gelebt. Schon in der Schule organisierte er sich Auftritte und zog später nach Berlin, um dort nach einer Selbstfindungsphase sich als Künstler auszuprobieren und davon leben zu können.

Wie wir heute wissen, hat das gut geklappt.

Heute durfte ich allerdings Platz auf seiner Couch nehmen und wer meine Interviews kennt, weiß, dass Gespräche gerne mal tiefer gehen als ein Artikel von der Wikipedia-Seite.

Heute lernt ihr Bodo Wartke mal etwas persönlicher kennen. Er teilt mit Dir seine Ansichten zu einer gesunden Fehlerkultur, seine Liebe zur Musik, Tipps für Nachwuchskünstler und sein Kulturempfinden der Berliner. Außerdem gibt er Anekdoten aus der Schulzeit preis, erzählt über gruselige und erinnerungswürdige Auftritte und was für ihn eigentlich so eine Bühne bedeutet und warum er sie so liebt.

Wir sprechen ebenfalls über Widerstände seiner Eltern, wie er in der Anfangszeit über die Runden gekommen ist, welche Instrumente er eigentlich spielt (und welches Instrument seine Karriere versinnbildlicht) und welches die zwei wichtigsten Sätze aus seinem Leben sind.

Außerdem hat sich Bodo zusätzlich Zeit genommen, um so viele von Euren Fragen wie möglich zu beantworten. Leider konnten wir aus Zeitgründen nicht mehr über alle sprechen, aber Bodo hat bereits angeboten, dass wir einen zweiten Teil aufnehmen können, weil er selbst die Fragen so spannend fand.

Solltest Du also für einen zweiten Teil sein, schreibe mir gerne eine Nachricht und auch weitere Fragen, die vielleicht ja auch aus dem Interview entstanden sind.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Hören dieser Folge!

Was Du von der heutigen Folge erwarten kannst: 00:00 Euer Voting 04:33 Prägende Schulzeit 10:30 Woher kommt das Vertrauen 19:55 Disziplin vs. Leidenschaft 24:28 Ratschläge an junge Künstler 31:54 Bodos Weg zum Künstler 41:38 Instrumente 45:38 Zwei wichtige Sätze 54:06 Eure Fragen 01:00:10 Bodos Challenge

karriere #persönlichkeitsentwicklung #tippsfürsleben

▬ Hier findest Du Bodo Wartke ▬▬▬▬▬▬▬ Website: https://www.bodowartke.de/ Instagram: https://www.instagram.com/bodowartke/ TikTok: https://www.tiktok.com/@bodowartke

▬ Alle Challenges aus "Mensch Matti!"▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ YouTube: https://www.youtube.com/playlist?list=PLoNFuy7jzmeGIQxSfIQyIk3QWw29-YKvA Instagram: https://www.instagram.com/matti.lindman/

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Transkript anzeigen

00:00:00: Heute gibt's für euch Mensch Mati, Leben lernen und gestalten XXL mit Bodo Wadke.

00:00:05: Let´s go!

00:00:16: Liebe Leute herzlichen willkommen zu einer neuen Folge.

00:00:18: Mensch Matie, Leben Lernen und Gestalten heute in wirklich eine ausführlichen aber wirklich authentischen und sehr angenehmen Version Mit Bodo wadke.

00:00:26: ich war zu Gast bei ihm In seinen Studios Und wir haben ein nettes Pläuschen gehalten und dabei so bisschen die Zeit vergessen was natürlich für euch dann von Vorteil ist.

00:00:37: Solltet ihr genügend Zeit haben, aber hei!

00:00:39: Heutzutage kommen wir mit der Technik ja auch zwischendurch auf den Hinweg anschalten und dann pausieren und auf dem Rückweg weiterhören.

00:00:46: Das wird auf jeden Fall nötig sein, es sei denn die abends länger vom Weg kommt vor euch.

00:00:51: Ansonsten um mich schon mal so einen kleinen Vorgeschmack zu geben worüber wir auf seiner wunderbaren grünen Couch gesprochen haben das war ein nettes Blöschchen.

00:01:03: Roundhouse Kick hätte jetzt Chuck Norris gesagt.

00:01:05: Ein richtiger Rundumschlag über wirklich tolle Themen, die irgendwie alle hier

00:01:11: mit diesem

00:01:12: Konzept des Podcastes irgendwie zusammenhängen und deswegen hat das auch so viel Spaß gemacht diese ganzen Antworten herauszukitzeln und für euch ja quasi wieder auf den Silber Tablett zu präsentieren sodass ihr wieder soviel wie möglich aus diesen Gesprächen mit herausnehmen könnt.

00:01:28: Wir haben über seine Schulzeit gesprochen, wir haben über Safe Space es auf der Bühne gesprochen.

00:01:33: Wir haben Überbühnen Zauber gesprochen

00:01:36: aber auch

00:01:36: über Bühnen Feuerwerke also nicht gerade im positiven Sinne.

00:01:41: Über eine gesunde Fehlerkultur was das für ihn bedeutet?

00:01:44: Über

00:01:45: seine Liebe oder allgemein über die liebe zu Musik ja meine ich auch über die Liebe zur Musik

00:01:50: über

00:01:51: Tipps für Nachwuchskünstler und auch über Also viele tolle Themen über das Kulturempfinden von Berlin.

00:02:01: Das ist ja

00:02:01: auch sehr speziell und wie er auch

00:02:06: am Anfang

00:02:07: über die Runden gekommen ist, als er noch ein junger Nachbuchskünstler selber war und auch über die Widerstände der Eltern zu den Zeitpunkten und wie es jetzt aussieht.

00:02:20: Und wir haben auch über Ja, Rückschläge gesprochen.

00:02:23: Die ja auch in so einer Zeit passieren können über Sehenscheiben, Entzündungen unter

00:02:27: anderem und

00:02:29: wir haben über die zwei wichtigsten Sätze aus seinem Leben gesprochen, die ihnen mitgegeben worden sind Und natürlich soll das sein über eure Fragen.

00:02:40: Danke übrigens erstmal an euch Für eure Fragen, es hat mir wirklich unglaublich viel Spaß gemacht.

00:02:47: Es waren so viele tolle Fragen dabei dass wir am Ende sogar in die Preduie gekommen sind diese alle auch noch los werden zu können Aber sie waren einfach so wertvoll und so gut.

00:02:56: also wenn wirklich gute fragen die wir da stellen können.

00:02:58: deswegen erst mal einen Dank an euch Und natürlich dann auch danke an Bodo in dem Sinne, weil er hat nicht gesagt die Fragen fand er so gut.

00:03:06: Vielleicht den die Zuhörer wollen und die Zuschauer wollen?

00:03:09: Dann gäbe es noch die Möglichkeit Potenzial auf ein zweites Interview nämlich wenn jetzt aus diesem Gespräch neue Fragen entstehen wo nochmal vielleicht auch nachgehakt werden sollte

00:03:20: und

00:03:21: natürlich um die restlichen Fragen dann auch noch

00:03:24: beantworten zu können.

00:03:26: also Wenn ihr das gerne unbedingt haben wollt Erstens, liked dieses Video.

00:03:32: Zwei Endes gibt eine positive Bewertung dem Podcast ab.

00:03:35: Drittens stellt eure Fragen direkt in Wüschke.

00:03:37: Entweder in die YouTube-Kommentare oder direkt an mich per persönliche direkt nach rechts und ich kann sie dann nämlich sortieren und sorge dafür dass nichts untergeht.

00:03:49: Wenn euch das gefällt und solltet ihr auch nochmal einen inspirierenden oder eine inspirierende Persönlichkeit kennen, die unbedingt diesen Podcast sollte, dann folgt mir auf jeden Fall auch unbedingt auf Instagram weil da ich auch euch immer gerne wieder in den Stories frage, welche oder welche Person ich denn mal gerne in ein Interview zum Podcast einladen sollte.

00:04:10: Insofern genug gequatscht!

00:04:12: Weil das tun wir nämlich auch schon in der Podcastfolge.

00:04:14: Ich wünsche euch viel Spaß beim Hören oder Sehen der Podcast-Folge Menschen die XXL mit Bodo Wadke.

00:04:22: Ich wünsch euch viel Spass.

00:04:33: Erst mal euch herzlich willkommen!

00:04:34: Schön, dass ihr wieder mit dabei seid.

00:04:36: Eine neue Folge Mensch, Matti.

00:04:37: Leben lernen und gestalten heute mit einem ganz besorbenen Gast hier bei mir.

00:04:41: Bruno Wadke

00:04:42: zum

00:04:42: Gast oder eigentlich bin ich zu Gast?

00:04:45: Stimmt ja wir wollten es ja eigentlich online machen.

00:04:48: das hat technisch nicht geklappt.

00:04:50: zum glück dich fast geneigt zu sagen denn so können wir uns live in person hier auf dem sofa gegenüber sitzen.

00:04:57: Ich finde es auch tatsächlich schöner, also gerade physische Interviews machen mir einfach mehr Spaß.

00:05:02: Ja ich hab's für dir vorhin mal schon gesagt aber vielleicht nur noch mal kurz.

00:05:05: im Auto mit auf ist es einfach eigentlich schöner zu interagieren.

00:05:08: Genau!

00:05:09: Das häufig passiert das halt in online.

00:05:11: dann also wenn du irgendwie online dann das Interview führst über Zoom oder Teams oder etc.

00:05:16: war was ja alles so habt ... Passiert es halt, dass man sich eigentlich unterbricht oder dann sabbelte eine rein und dann ah ne ne sagst du erst ja So dann kommt dann keine richtige interaktion zustande.

00:05:27: so ist das ein bisschen schöner.

00:05:28: also

00:05:29: jetzt sitzen wir hier auf der kausch zusammen Und wollen natürlich euch nicht nur euren wunsch erfüllen.

00:05:34: erstmal vielen dank an die community an dieser stelle ich gesagt habe mensch bodowafge ist eine inspirierende persönlichkeit.

00:05:39: die wollen wir gerne in unserem podcast haben.

00:05:42: Danke für mich.

00:05:42: vorschossen war wer

00:05:45: genau und bodo liefert jetzt natürlich auch noch ein bisschen ab.

00:05:47: Da

00:05:48: würden wir natürlich kommen.

00:05:49: Wikipedia könnt ihr alle wesen, deswegen lassen mir diese Fragen einfach mal ein bisschen weg und wir gucken mal das Bodo ein bisschen aus dem Nähkästchen für uns plaudern kann.

00:05:56: Insofern erste Frage an dich natürlich lieber Bodo.

00:06:01: Gibt es aus deiner Schulzeit eine markante Situation, an die du dich noch sehr gut erinnern kannst, die dich aber auch sehr geprägt hat?

00:06:11: Im Guten wie im Schlechten!

00:06:13: Ja ja klar also da gibt's einige... Das Erste, was mir jetzt einfällt ist halt mein erstes eigenes Konzert.

00:06:23: Was ich im Jahr meines Abiturs in meiner Schule anberaumt habe also Ich hab ja als Teenie schon Lieder geschrieben und hab die immer vorgetragen auf Schulkonzerten Und irgendwann dann halt eigene organisiert Als sich genug Repertoire hat das zuerst mit einem Mitschüler Christoph sowie zu zweit und Dann ich irgendwann meinen Solo-Konzert wobei auch Gäste dabei hatte, mit denen ich Doeerte gesungen habe.

00:06:47: Aber eben alles meine Songs!

00:06:49: Das war der sechzehnte November sixundneunzig.

00:06:53: Genau und seitdem rechne Ich.

00:06:55: also das ist quasi so seit dem stehe ich auf der bühne Also eigentlich schon vorher aber dass war das erste Programm.

00:07:01: also das war die die Geburtsstunde wenn man so will oder die Feuertaufe.

00:07:08: Ja also da war halt dann auch Mein kompletter Jahrgang anwesend und Freunde und Verwandte, das war schon schön.

00:07:18: Das ist ja auch dokumentiert, es gibt da eine CD davon.

00:07:21: Das habe ich nämlich gewonnen.

00:07:22: Ich war vorher beim NDR II Comedypreis in Hamburg, hab da teilgenommen, tolle Kolleginnen und Kollegen kennengelernt mit denen ich bis heute noch Kontakt habe.

00:07:31: So, super!

00:07:32: Und man hat mir damals den Sonderpreis verliehen.

00:07:35: Den es eigentlich nicht gab.

00:07:36: aber die haben gedacht der Typ ist so jung... Der ist aber wie alt war er?

00:07:39: Ich bin da, neunzehnten, so, achtzehn, neuneinzehn.

00:07:42: Den müssen wir irgendeinen Preis geben und zwar einen mit dem der wirklich was anfangen kann nämlich die Produktion seiner ersten CD.

00:07:48: dann kann der die nämlich rumreichen.

00:07:52: Genau, so.

00:07:53: Und dann hatte ich kurze Zeit danach dieses Konzert in meiner Schule Und hab das aufnehmen lassen, so von zwei Jungs aus dem Soundhouse Lübeck.

00:08:05: Denne habe ich neulich wieder getroffen, der ist jetzt Thunmeister in der Elbphilharmonie in Hamburg.

00:08:10: Ja super!

00:08:13: Dann haben wir das aufgenommen und danach war ich dann beim NDR hier in Hamburg und saß mit Detlef Gröning, dass es der Vater von Stenkel fällt.

00:08:23: die älteren werden sich erinnern ganz große Comedy-Serie auf NDR ... saß ich dann im Studio und habe meine CD geschnitten.

00:08:30: Meine erste, also super aufregend!

00:08:32: Und wenn ich halt so... ihr seht es auch anlässig jetzt meines ... ... twenty-fünfjährigen Bühnenjubiläums.

00:08:37: Ich hatte ja am sechzehnten November ... ... zweitausends eins in den ... ... zwei tausend einundzwanzig.

00:08:42: Ha ha Mathe!

00:08:43: Ich war eigentlich gut in Mathe aber nicht heute.

00:08:45: So, also ... ... twotausendanzig mein ... ... zwanzigjähriges Bühnejubilium was sich Corona bedingt verschieben musste.

00:08:51: Sehr schade, aber wir konnten immerhin viele Konzerte noch nachholen.

00:08:55: In Vorbereitung auf das Bühnejubiläum haben wir halt viele Videos von früher noch mal veröffentlicht, so von alten Sachen.

00:09:02: Unter anderem halt von diesem Schulkonzert.

00:09:06: und wenn ich das so sehe ... Ich dachte erst, oh, da ist es nicht veröffentlichend!

00:09:09: Das ist aber super peinlich als echt dieser nördige Schlagsstyp.

00:09:15: also so wie heute eigentlich auch noch aussehen mit Brille, aber halt viel zu großer Schlechtssitzende Anzugkommassung auf die Bühnen gestoffelt Und ich glaube, das hatten wir alle.

00:09:24: Ja!

00:09:25: Aus der Konfirmation oder so wird es von Papa Degilinen

00:09:29: eher aus sahen um Himmelswelt und man selbst ist natürlich mit sich am ungenädigsten.

00:09:35: Man denkt so, ah, die Öffentlichkeit darf das niemand erfahren wie ich ausgesehen habe.

00:09:40: aber dann wiederum was mich halt auch immer noch bass erstaunt.

00:09:44: Also ich schreibe natürlich heute anderes solcher, als ich früher geschrieben habe.

00:09:47: Wobei ein Lied immer noch bestand hat, nämlich Komemche Tem, hab' ich damals mit meiner Mitschülerin Natja Klitzke gesungen und das singe ich auch heute mit meiner langjährigen Bühne und dualpartnerin Melanie Haupt.

00:09:58: Das gab's da mal schon und das singe ich heute immer noch als eines meiner Lieblingsstöcke.

00:10:02: tatsächlich also es macht immer super viel Spaß mit ihr aufzudrücken!

00:10:05: Ich komme von Hölzchen auf Stöckchen, Entschuldigung.

00:10:08: was sich eigentlich sagen sollte ist wenn ich mir die Videos angucke von damals bin immer noch total verblüfft mit was für einer Selbstverständlichkeit ich da auf die Bühne gehe.

00:10:19: So, ey hier Leute!

00:10:20: Ich habe mir ein Lied ausgedacht das singe ich euch mal vor.

00:10:22: Pass mal auf.

00:10:23: Also weil ich einfach damals schon total... also nicht von mir selbst aber von der Sache total überzeugt war.

00:10:30: Was meinst du?

00:10:30: Wann hast gelegt hat dass du so überzeugt auf die bühne gegangen bist?

00:10:35: Ja gute Frage.

00:10:36: wie gesagt ich war eben keiner der Von sich, der überzeugt war.

00:10:40: Also ich war mal Schüchtern und mit den Mädchen hab' mich nicht getraut hier anzusprechen und war immer ganz traurig mich heute immer noch nix.

00:10:49: Wo kommt das Lied eigentlich her?

00:10:51: Gute Frage!

00:10:53: Da können wir später nur gesondert drüber sprechen.

00:10:56: aber ich hatte halt echt immer Liebeskummer... Und die coolen Jungs, das waren die anderen.

00:11:02: Ich habe halt mit der Kunst was gefunden wo ich mich halt Wohl und sicher gefühlt.

00:11:12: Wenn er sicher ist, ist das richtig geworden oder gut aufgehoben.

00:11:17: Also wie so eine Insel, ein Ferienparadies in das man sich zurückzieht und da ist irgendwie alles geil.

00:11:34: Ja, oder man könnte sagen so ein Bergwerkstollen in dem ich so nach... das klingt so düster.

00:11:42: Aber ich meine es positiv!

00:11:43: Also ich schürfe nach Juwelen im deutschen Wortschatz und wenn ich die dann irgendwann finde denke ich Alter ist das geil, Reimpsicher ist ja voll witzig Das muss sich zeigen.

00:11:54: So also einfach geht darum die Freude an der Sache zu teilen.

00:11:57: Ich hab halt auch den Eindruck dass ich präsentiere weniger mich auf der Bühne Sondern, ey guck mal hier.

00:12:04: Ich geile Typ was ich mir ausgedacht habe sondern ich präsentiere halt.

00:12:06: seht mal was ich vorgefunden habe.

00:12:08: in unserem Wortschatz ist das nicht cool?

00:12:11: So und wir können es alle miteinander teilen weil wir diese Sprache sprechen.

00:12:15: Ja

00:12:16: jetzt ist total cool!

00:12:17: Das ist nämlich auch eine der Fragen die zu mir gekommen sind für das Interview.

00:12:21: deswegen passt das auch gerade so super.

00:12:23: woher kriegst du dieses Vertrauen aus dir?

00:12:26: warum... Warum tust Du

00:12:28: das?!

00:12:29: Also warum traust du sich das?

00:12:30: Wohne

00:12:31: Fragen, sehr gute Fragen.

00:12:32: Kompliment!

00:12:33: Ja also wie gesagt wahrscheinlich weil ich der Sache so sehr vertraue.

00:12:39: Man könnte wenn man mich auf der Bühne erlebt auch die Idee kommen dass es ein Typ der vor selbstbewusstsein überquillt tue ich gar nicht.

00:12:45: Es ist ein ziemlich großer Clash zwischen dem privaten Bodo und dem Bodo auf der bühne.

00:12:52: aber was ich halt gut kann ist mich eben der Sache anvertrauen und der Situationen anvertauen.

00:12:58: Also ich finde, die Bühne ist sogar so eine Art Safe Space.

00:13:06: Viele Leute trauen sich nicht auf die Bähne weil sie Angst haben davor einen Fehler zu machen.

00:13:10: Man steht im Rampen nicht scheiße.

00:13:12: wenn ich es jetzt verzock auch war ja ah dann werde mich alle hassen.

00:13:16: Ja

00:13:17: das kriegt jeder sofort mit dass ich die falsche Taste getroffen habe?

00:13:19: Ja klar und ich hatte das auch.

00:13:21: also ich hatte Das auch während meiner Studiums.

00:13:23: Ich hab da erst Physik studiert nach zwei Semestern abgebunden habe ich Musik studiert.

00:13:27: Das

00:13:28: machen

00:13:29: wir gleich zu genau und das ist sehr ernsthaft tatsächlich.

00:13:32: Und in den Klassenvorspielen, also am Ende jedes Semesters gab es halt in meiner Klavierklasse einen Klassenevorspiel wurde klassisch das Repertoire da geboten.

00:13:42: Gezitter, Schweißausbrüche!

00:13:43: Ich dachte, das sehen jetzt alle wie ich hier vorne am Zittern lege.

00:13:46: Oh Gott!

00:13:47: So ein Rutschchen von den Tasten dann bei den Fingern, so Schwätzen um die Müssen.

00:13:50: Und erst nicht zwei Spiele, dann rotiert Brang zum Rabbeln und jetzt hab' ich mich versteht und es haben bestimmt alle gehört oh Gott!

00:13:59: Also ich habe richtig gelitten und konnte das musizieren, die Freude an der Musik überhaupt nicht genießen.

00:14:07: Und das war bei meinen eigenen Stücken halt immer anders weil ich da nicht dachte, ich muss jetzt irgendeinem Fremdideal entsprechen.

00:14:14: also wenn ich hier spiele muss das mindestens so gut sein wie von Glenn Gold, also von den ganzen Pianisten die einfach die Messlatte so überirdisch hochgelegt haben, also darunter mache ich es nicht, schaffe ihn so!

00:14:25: Wenn ich das nicht schaffe dann kann einem halt schnell die Freude an der Sache abhanden kommen.

00:14:31: Gerade im universitären Kontext, also auch gerade in Musikpädagogischen Kontext.

00:14:35: Viele Leute erzählen mir halt, dass sie aufgehört haben, ein Instrument zu spielen weil ihnen die Freuden abhandengekommen ist im Laufe der Zeit.

00:14:42: Weil sie irgendwie zu sehr gedrillt wurden oder sich selbst zu sehr unter Perfektionsdruck gestellt haben und einfach das Skirmusizieren keinen Spaß mehr gemacht hat.

00:14:52: Und das war bei meinen Stücken zum Glück halt immer anders denn da konnte ich Fehler machen Und das eben so mir zurechtbiegen, wie ich es cool finde und kann.

00:15:06: Wenn ich einen Fehler mache auf der Bühne – und das mach' ich immer noch!

00:15:09: Dann ist's nicht so schlimm, weil ich mir das selbst verzeihen kann.

00:15:12: Ich glaub', dass die Leute halt sehen, da verzockt einer was auf der bühne?

00:15:17: Der hat sich verspielt oder kann sich an seinen Texten nicht erinnern?

00:15:20: Der findet das aber nicht so schlimm.

00:15:22: Der stirbt jetzt

00:15:23: nicht?!

00:15:23: vor lauter Aufregung, der fängt nicht an irgendwelche Schuldigen dafür zu suchen.

00:15:27: Sei also die Schuld bei sich zu suchen, bei seinem Techniker oder beim Publikum und dann irgendwie rumzumotzen oder unsympathisch zu werden.

00:15:34: Sondern er nimmt das einfach hin!

00:15:36: Ist passiert?

00:15:36: Was willst du machen?

00:15:40: Das ist halt stellvertretend total entspannt für die Leute.

00:15:44: Man darf scheitern... man scheitert sowieso.

00:15:47: wir sind Menschen, wir scheittern die ganze Zeit.

00:15:49: so es ist Teil unserer Natur Und Es ist okay Es ist okay zu scheitern und hey, es ist sogar witzig.

00:15:56: Und ich hab den Eindruck das ist so befreiend für die Leute also für mich... ...und auch im Idealfall gelingt's mir daraus einen guten Witz zu machen aber oft nicht!

00:16:06: Ich nehme es einfach nur hin und das reicht ganz oft schon und kann es loslassen.

00:16:13: Das eben in einer Kultur, die an uns sehr von Erfolgsdruck- und Perfektionszwang geprägt ist.

00:16:19: So wir gestatten uns ja keine Fehler.

00:16:22: Als ja auch gut ist, also dadurch funktioniert auch viel in diesem Land aber viel eben auch nicht.

00:16:27: Man kann halt nicht daran wachsen und wenn man die Fehler hat... Also nicht Fehler zulässt, hat man nicht die Chance aus den Fehlern zu lernen?

00:16:35: Genau!

00:16:36: Und den Umgang mit Fehlernen lernt man halt erst, wenn sie passieren.

00:16:42: Also darauf gewonnen sehe ich auch nicht vorbereiten.

00:16:44: Man könnte es noch viel üben, aber wenn der Fehler da ist, sind's halt da.

00:16:48: Mein Schauspiellehrer in Paris hat einen ganz prägenen Satz mehr gesagt.

00:16:53: Also, der Sprach spricht immer noch Englisch mit so einem geilen französischen Akzept.

00:16:58: Ja?

00:16:58: So und sagt er, you need to be bad.

00:17:03: Being bad is good for you and You will be bad I promise.

00:17:09: Und boah war ich schlecht!

00:17:11: Ich bin nur Fehler gemacht die ganze Zeit verkackt.

00:17:14: Es tritt auch eine gewisse Gelassenheit ein wenn Fehler machen einfach dazugehört und der Normalzustand ist.

00:17:22: Nun, mache ich die nicht mit Absicht?

00:17:24: Das denken viele Leute immer.

00:17:25: Wenn ich was verzockt und das wirklich witzig ist, denke ich, ah!

00:17:28: Bestimmt einstudiert, bestimmt geprobt.

00:17:30: Das kann ja gar nicht anders muss Ja.

00:17:33: Also weil wir uns das nicht vorstellen können, dass die Show besser wird dadurch, dass man Fehler macht.

00:17:38: Was ich aber nicht mache ist es darauf anzulegen und absichtlich Fehler zu machen, denen die Leute sind nicht doof.

00:17:44: Man merkt ob jemand auch authentisch ist.

00:17:48: Verhohne people verarscht so auf der Bühne und das mache ich eben nicht.

00:17:53: Also, ich bin halt wirklich... Ich stehe zu dem was ich da tue.

00:17:56: Ja genau.

00:17:57: und deswegen also um die Frage zu beantworten woher nehme ich das selbst vertrauen?

00:18:04: Also ich habe wirklich worst cases erlebt auf der bühne also richtig absolute supergaus!

00:18:09: Ich wurde ausgebucht im strömenden ring ich wurde mit tischfeuerwerk beschossen.

00:18:14: Situationen die du nicht geraten willst Die habe ich erlebt und ich habe sie überlebt.

00:18:19: Und konnte auch vielleicht nicht unbedingt in dem Moment, aber zumindest danach mit ihr Komik-Gegeg mitten... Es ist so vergassen, es sind immer Lustige an die Dortmärkte, wenn sich die später...

00:18:30: Erwester schlagfertig in den Moment gewesen, hätte ich gestaut!

00:18:34: Das

00:18:34: Fall weg auf die Bühne kommt und dann macht ein Spruch drauf?

00:18:37: Ja ja

00:18:37: das ist mir schon gelungen also für so ähm.. Also ich bin tatsächlich auf der Bühnerhäuf Nicht immer schlagfertig, aber schlag fertiger als im richtigen Leben.

00:18:50: Also weil ich da mich anscheinend in einem anderen Zustand befinde also in einem größeren Zustand von Freude und Gelassenheit Und Als Im Richtigen Leben so also mir gelingt das seien auf der bühne besser so also

00:19:07: Die rolle bodoraufgekreuze auf der Bühne dann zu sein also nicht zu spielen was du das kriegst er du.

00:19:13: es ist ja trotzdem authentisch Ja, aber trotzdem den in Notewalk am Piapp.

00:19:18: Genau, ich bin in meinem Element beschäftigt mit einer Sache die ich mag und die ich gut finde... ...und deswegen herrscht einfach so eine Grundfreude im Meer.

00:19:26: Eine gute, leichten, gut gelaunt!

00:19:27: Und wenn man gut galaunt ist, dann ist es eine Renergie.

00:19:30: Ja, da kann man halt dann... Ist die Chance weit aus größer dass man auch schlagfertig ist?

00:19:35: Dann isst man gelassener, dann kann man irgendwie freundlich den Situationen und dem Leuten begegnen als wenn man das nicht ist.

00:19:41: Deswegen find' ich das Sein auf der Bühne und auch das Vertrauen zu haben und zu hegen, wesentlich leichter als im richtigen Leben.

00:19:53: Ich hoffe du beantwortet die Frage!

00:19:55: Ich fand sie sehr gut beantworten und vor allem auch für euch da draußen wenn ihr wieder ein Instrument gerade spielt oder lernt Nicht gleich aufgeben, Fehler sind okay dazu gerade wenn man anfängt.

00:20:05: Ich glaube dann ist es eher so die harte Disziplin wahrscheinlich dazukommt.

00:20:09: Wenn du sagst ich muss da jetzt durch mach das noch mal ich mache den Fehler aber scheitert beim nächsten Mal wieder ein Stück besser auch und ich glaube dann... Ja gerade

00:20:17: dass sie gehen das Kind schülern macht Druck und so.

00:20:20: also Druck ist das

00:20:21: eigentlich... Das ist schön sein selbst, ne?

00:20:23: Weil mit der Leidenschaft meinig.

00:20:25: Mit deiner Leidenschaft disziplinieren umgehend ist.

00:20:27: Dann findest du

00:20:28: auch richtig die Freude!

00:20:29: Ich

00:20:29: nenne's immer so Dranleim Also und dranbleiben, nicht weil ich denke, ich muss sondern weil ich will.

00:20:35: Genau.

00:20:36: Weil das irgendwie hin für die Bilder ist.

00:20:39: Du hast eine Motivation, dass den Phil in oder was auch immer du willst ihn jetzt schon unbedingt schaffen.

00:20:43: Genau!

00:20:44: Deswegen bleibst du dran.

00:20:45: Und deswegen machst du einen Fehler halt nochmal.

00:20:47: Deswegen klappt es vielleicht noch mal nicht aber du bleibest halt dran und wirst einfach von mal zu mal besser aus.

00:20:51: Ja irgendjemand hat gesagt dich hat vergessen.

00:20:53: wer war das?

00:20:54: Dave Grohl?

00:20:56: Bufalters?

00:20:57: Nee, der Herr hat was Interessantes gesagt zum Thema.

00:20:59: Er

00:21:00: sagt sowieso sehr viele gute Sachen nicht

00:21:02: sagen.

00:21:03: Also jemand hat gesagt und dann sage ich fast Dave Gurgel gesagt, auch wenn er mein Tauspiellehrer gesagt hat also Being Bad ist eigentlich der Normalzustand dass du erst mal schlecht bist.

00:21:16: Du schreibst deinen ersten Song, der ist wahrscheinlich nicht so gut.

00:21:20: Das ist wahrscheinlich nicht so gut, aber damit fängt es an.

00:21:22: Oder du machst deinen ersten Podcast und das ist vielleicht auch erst mal nicht so good!

00:21:25: Aber ich kann sich auch keinen Namen hören, ne?

00:21:27: Wenn jemand zurückspult oder weil der

00:21:31: erste Podcast ... Ich glaub' das ist so wie bei dir.

00:21:34: Ja, ich denke mein erster Podcast war so overal.

00:21:35: Aber... Damit hat's eben begonnen.

00:21:37: Und das ist ganz wichtig.

00:21:38: Anfangen.

00:21:39: Loslaufen.

00:21:40: Also in Bewegungen kommen.

00:21:42: So also nicht stehen bleiben, wo geh ich denn jetzt hin.

00:21:44: Egal erstmal zack.

00:21:45: Bei Richtungen ändern geht immer noch, aber erstmal

00:21:48: Loslaufen.

00:21:48: Es kann nicht professionell solide sein, wenn du es halt zum ersten Mal machst.

00:21:52: Genau!

00:21:52: Du musst halt damit das so wird und erst mal machen.

00:21:55: Aber dadurch dass man's macht passiert halt automatisch Learning by doing.

00:21:58: Man wird besser.

00:22:01: Allein schon weil man es macht... Also ich hab... Es ist natürlich klar, es ist immer gut, du hast Vorkenntmester.

00:22:09: Also, sich ein Harmonielehrer auszukennen ist kein Fehler wenn man komponieren will.

00:22:13: Ich hatte damals keine Ahnung nicht die geringste.

00:22:15: ich habe irgendwas gemacht!

00:22:16: Ich hab irgendwelche Akkorde.

00:22:18: oja das klingt geil super das mach' ich mal so.

00:22:21: und wenn ich jetzt mit meinem gereiften Harmonieverständnis davor sitze denke ich oh alter krass oh das ist aber High Level Shed hier das ist wow ey guck mal hier tritt du in das Wurzzi... halbverminderte Set-Akkorde

00:22:35: so also es ist ohne dass er irgendwo herkommen.

00:22:37: ja Also das heißt die Kenntnisse sind hilfreich, sie sind aber nicht notwendig.

00:22:43: So und wir kasteilen uns auch immer so selbst weil wir denken ja wir müssen es erstmal richtig lernen und dann dürfen wir erst.

00:22:53: Das ist auch Teil der Pädagogik leider also nachdem du musst es erst richtig lernen.

00:22:56: Und erst wenn du es richtig kannst, dann darfst du damit an die Öffentlichkeit.

00:23:00: Es ist ein Weg, aber es ist nicht der einzigmögliche.

00:23:07: Wenn ihr meinen ersten Podcast mal anschaut, tut das nicht an dieser Stelle.

00:23:12: Aber dann habt ihr genau nämlich das Nobody's Perfect ich habe irgendwann mal einfach angefangen ein Mikrofon und der Webcam aus dem Laptop so und das war einfach die erste Folge und so hab' ich angefangen.

00:23:23: wenn wir jetzt sich das hier heute anschauen sieht es halt schon bisschen anders aus.

00:23:26: aber da muss man halt erstmal sich selber hinarbeiten mit der Leidenschaft weil man merkt okay das gefällt mir das macht Spaß ... da kommt irgendwie das Automatisch dazu, dass man sich halt mehr... ... davor über informiert.

00:23:36: Ich hatte keine Ahnung vom CodeCast am Anfang.

00:23:37: Wenn ich habe ein Film, wusste okay, man muss eine aufnehmen und dann spricht man da irgendwie den Mikro rein so und dann kann man es doch irgendwie hochladen.

00:23:45: aber auch das muss ich auch erst mal gucken wie geht denn das überhaupt?

00:23:48: Und so weiter und sofort.

00:23:49: Da hab' ich mich da halt reingesteigert, da war's genauso.

00:23:52: Also man eignet sich die Kenntnisse automatisch an während man im Idealfall mit der Sache beschäftigt ist, die einem Spaß macht.

00:23:59: So!

00:24:00: Und ohne deinen ersten Podcast gesehen zu haben Ich bin mir sicher, dass man dir damals schon angesehen hat, du brennst für das was du da tust.

00:24:08: Du hast ja voll Bock drauf und du hast etwas mitzuteilen.

00:24:11: Und ich glaube, das ist der Spirit um den es geht.

00:24:14: Das ist auch das, was die Leute merken und weswegen man einem gerne zuhört.

00:24:18: so also ich vermute deswegen kommt auch Publikum zu mir weil sie merken, ich habe wirklich was mitzeteilen und freude daran den Leuten was mehr zuteilen.

00:24:28: Definitiv, also kein Sonderstreich und es wird definitiv so sein.

00:24:32: Wir senden den Vater an einer wunderbaren Frage eigentlich auch mit angekommen die gerade aus einem guten und reinen Pass würde ich sagen.

00:24:38: Viele junge Künstler haben mich auch eingeschrieben tatsächlich.

00:24:40: Haben gesagt, oh das ist total schwer im Bord irgendwie den Fuß mal in die Tür zu bekommen... ...in dieser Branche.

00:24:48: Und was würdest du jungen Künstlern die jetzt gerade vielleicht irgendwie alles anfangen oder versuchen halt irgendwie den Fuss in die Türen zu bekommen?

00:24:57: Was würdest du dir denn empfehlen?

00:25:02: Also was für mich total wichtig war, war Auftreten.

00:25:08: So also auch schon zu Schulzeiten mit dem, was ich mir ausgedacht habe auf die Bühne zu gehen.

00:25:13: Also wirklich den Ernstfall proben kommt das an so.

00:25:17: Du weißt nicht ob irgendwas witzig ist, was du dir ausgedachten hast solange bist du es ausprobiert hast.

00:25:23: Wenn die Leute lagen wird sich wenn mich und oft weißt du auch erst mal gar nicht wie so.

00:25:28: Also manchmal lachen sie über das Affen, wo du denkst.

00:25:32: Das war doch gar nicht komisch.

00:25:33: Der Cliffhanger war da noch gar nicht klar.

00:25:37: Jetzt kommt er gleich.

00:25:38: aber ja und ist das kaputt?

00:25:41: Ich würde das so gut bei Johann König.

00:25:43: Das ist auch ein Komiker in dem Aspekt der dann auch mitten auf der Bühne sagt sein kleines Büchlein aufschlägt So, den streichen wir für nächste Woche.

00:25:55: Also da macht das schon wieder ein Witz eigentlich daraus.

00:25:58: Das finde ich kandidios, wie damit umgehen mit diesen Dingen.

00:26:02: Ja, also

00:26:03: die ist es, probieren!

00:26:03: Um das zu lernen worauf es ankommt, also Feingefühl, Timing... ...das kannst du nur mit dem Publikum zusammen lernen.

00:26:13: Ein Geben und Nehmen.

00:26:14: Das ist ja letztendlich eine besondere Art von Dialog-und Interakt.

00:26:19: Also du gibst was und bekommst was, umgekehrt.

00:26:23: Man schafft es nur gemeinsam.

00:26:25: Deswegen brauchst du ein Publikum wenn du anfangen willst.

00:26:28: Ich bin damals in Bad Schwater so vorgegangen, da gab's keine Bühnen, dann hab ich halt in meiner Schule einen Konzert organisiert im Museum der Stadt.

00:26:38: Ich habe das am Tag selber gemacht.

00:26:40: Ich hab geguckt wo kann ich hier auftreten?

00:26:44: In den Hamburg aufgetreten, im Schmidt-Theater in der Mitternachtsschau.

00:26:47: So wo man eben Sachen ausprobieren konnte.

00:26:50: bis heute super Ort also empfehle ich jedem.

00:26:53: und dann bin ich nach Berlin gezogen.

00:26:56: Und da gibt es die Scheinbar Die scheinbar ist ein ganz kleines Theater Ein Ladenlokal an Amitzhaus Im Erdgeschoss Da passen fünfzig Leute rein und dann ist rappelvoll und da gab's damals jeden Mittwoch Heute Mittwoche Bis Samstag die sogenannte Open Stage Wo jeder auftreten kann der Will und ausprobieren kann, was er oder sie will.

00:27:13: Du hast sieben Minuten Zeit?

00:27:15: Es gibt keine Gage aber es gibt Getränke umsonst.

00:27:17: Viele kommen wegen der Getränkung.

00:27:18: Ich

00:27:20: kenne SK auch noch weiter von den Schulbandzeiten wo dann irgendwie... wie heißt das noch?

00:27:25: der Keller bei der großen Freit?

00:27:28: Der Kaiser Keller wurde dann auch da extra auftritts und du hast dann halt den Kühlschrank voll mit Bier.

00:27:35: Darauf kommt es dann an, nehmt ihr was?

00:27:37: Probier's so aus.

00:27:38: Und du kriegst ein authentisches Feedback von Publikum.

00:27:42: und die Shows da sind immer klasse!

00:27:44: Du weißt nie was kommt und du weisst nie wer auftritts'.

00:27:46: und da kommen halt Leute also wirklich so alte Häsinnen und Hasen aus der berliner kleinen Konzene, die dann da ihren Nummern ausprobieren, Eckart von Hirschhausen.

00:27:56: Da probiert er mal eine neue Nummer aus.

00:27:58: Also wenn ich das als kennengelernt habe... Es kommen Künstler aus ganz Deutschland um dahin zu gehen weil es wirklich einzigartig ist ... und blutige Anfänger, die zum ersten Mal irgendwas auf der Bühne machen.

00:28:10: Also das... Ja, total!

00:28:13: Also auch als Publikum lohnt sich das total, sich das mal anzuschauen.

00:28:15: Also jeder, der in Berlin ist geht am Hinn scheinbar.

00:28:18: Varieté einer Monumentenstraße Nummer neun in Schöneberg.

00:28:22: So, und das war halt total wichtig für mich da, mich auszuprobieren,... ...und auch meine Kolleginnen und Kollegen kennst du lernen und die waren völlig verdattert, als ich denen erzählt habe ja, ich studiere Physik und die so Was?

00:28:35: Wieso das denn, Mann!

00:28:36: Du bist Künstler.

00:28:37: Also du gehörst auf die Bühne und das waren auch die ersten Menschen, die ich traf, die mir das gesagt haben.

00:28:42: Vorher in Bad Schwarzau alle... Ja, Grunds ist ja schön und gut aber das kann man da nicht beruflich machen.

00:28:47: Davon kann man ja nicht leben also allen voran meine Eltern.

00:28:50: Nein nein mach lieber was vernünftiges.

00:28:52: Mach etwas, was dir überhaupt keinen Spaß macht.

00:28:55: Ja womit du aber Geld verdienen kannst dann kannst du dich mit dem Geld darüber hinwegtrösten dass du dein ganzes Leben lang gar keinen Spaß hattest.

00:29:01: so und das halte ich ... für den falschen Weg.

00:29:07: Und da habe ich halt zum ersten Mal Leute, gut, oder einer Jahr für den... ... falschen weg?

00:29:10: Also das muss eben jeder für sich selber entscheiden.

00:29:13: Das ist jetzt nicht per se falsch oder richtig, aber für mich war es der falsche Weg.

00:29:19: Ja, das ist auch interessant weil du hast ja trotzdem für dich die Motivation daraus gemacht und macht Berlins Zehn und deinen Dingen zu machen.

00:29:26: Auch wenn du für Sieg dann studiert hattest in Berlin.

00:29:29: Hast du ja trotzdem irgendwie deine Musikdingen weitergemacht Und ich glaube, gut.

00:29:33: Offensichtlich hast du in Berlin auch eine größere Bühne als im Warschwargon?

00:29:37: Na ja sagen wir so.

00:29:38: also...

00:29:39: Mehr Möglichkeiten?

00:29:40: Ja

00:29:41: sich auszuprobieren ist in Berlin fantastisch!

00:29:43: Also es gibt ganz viele Auftrittsmöglichkeiten und auch ganz viele Kontexte wo man auftreten kann auf Lesebühnen, Poetry Slams, Invariate-Shows offene Bühnen.

00:29:53: So also gerade in den letzten Jahren was da einen neuen Comedy-Bühnen aus dem Boden geploppt ist, das ist fantastisch.

00:29:59: Ganz viel Off-Szena Was schwierig ist, in Berlin nach wie vor das Geld verdienen.

00:30:05: Also dass du halt wirklich die Berliner und Berlinerinnen überzeugst kommt in meine Solo-Schau.

00:30:09: Das tun sie nämlich erst wenn Sie dich kennen unter den dreihundert verschiedenen Angeboten abend vorabends dann Dich auswählen weil sie wissen ah ja geil der Typ da gehen wir hin Und dann es auch ein sehr treues Publikum.

00:30:23: aber bis es dazu kommt dauert das Jahre.

00:30:26: also ich hatte Zu dem Zeitpunkt schon Auftritte woanders in Deutschland, bevor ich überhaupt meine erste Solo-Show in Berlin hatte.

00:30:33: Also bis das erste Theater kam und es sagte Jana Gutsch!

00:30:40: So, deswegen also... Berlin ist eine tolle Stadt um Sachen auszuprobieren und um Leute kennenzulernen doch um unter unterschiedliche Formen des Entertainments kennen zu lernen.

00:30:50: Also bestimmte Sachen gibt es so nur da, diese Lesebühnenkultur Also so einen Haufen von Autoren und Autoren, die sagen, wir treffen uns einmal pro Woche trinken Bier.

00:31:01: Und lesen uns vor Publikum gegenseitig unsere Texte vor.

00:31:04: Wie sieht's auch?

00:31:04: Das machen ganz viele!

00:31:05: Es ist fantastisch!

00:31:07: Auch eine unglaubliche literarische Qualität und Raffinesse.

00:31:11: Wladimir Kamina kommt aus dem Kontext.

00:31:14: Sarah Bosetti kommt auch daher.

00:31:18: Aus dem Poetry Slam auch.

00:31:19: Was ist da das Spoken World?

00:31:23: Davon hat in Berlin angefangen und kam dann erst in eine andere Stätte.

00:31:27: Inzwischen ist es so, dass es viel cooles Zeug auch in anderen Städten gibt.

00:31:32: Man muss nicht unbedingt nach Berlin um Fuß zu fassen.

00:31:35: Das geht letztendlich überall würde ich sagen.

00:31:40: Um das nochmal zusammenfassend anfangen ist wichtig.

00:31:43: loslaufen dir den Publikum suchen Sachen ausprobieren.

00:31:51: Ich konnte damals erschreckend schnell und einfach von der Kunst legen, das ging super easy.

00:31:56: Das hätte

00:31:57: mich jetzt auch noch repassiert, wie denn dein Werdegang dann daraus wäre?

00:32:01: Also du hast ja die Zipps jetzt quasi nach in deiner Selbe erlebt.

00:32:05: aber wie war es bei dir?

00:32:06: Super Schnelles Klapp ist schon mal

00:32:07: gut!

00:32:07: Als ich in der Scheinbar auftere, da war ich halt regelmäßig.

00:32:09: Da war ich jeden Mittwoch, damals war Open Stage nur einmal pro Woche, aber da war immer da.

00:32:15: Den ist auch immer wieder genommen, also das ist ja oft mal ein gutes

00:32:22: Zeichen.

00:32:23: Und da habe ich dann unter anderem Detlef Winterberg kennengelernt, toller Varietierkünstler und der hat zu dem Zeitpunkt eine Varietiershow im Chameleon-Varietier vorbereitet und sucht den Moderator und hat mich gefragt hast du Bock?

00:32:34: Drei Monate lang jeden Abend.

00:32:36: hundert Mark am Abend oder Hundertfünfzig Mark waren noch zu dem Marktzeiten.

00:32:40: ne?

00:32:42: Jeden Tag!

00:32:43: So, und das war mein erstes bezahltes Engagement.

00:32:47: Und hundert Marker am Abend oder hundertfünfzig?

00:32:50: Nicht viel aber jeden Abend!

00:32:51: Aber Jesus, um zu das gesichert da...

00:32:53: Richtig, dann konnte ich auf einmal zack mich finanzieren und meine Miete bezahlen.

00:32:57: Damals waren halt Berlin auch noch sportbillig.

00:32:59: Es gab überall Wohnungen für einen Appel und ein Ei.

00:33:03: Da

00:33:03: war Prenzelberg und so noch nicht zehn.

00:33:06: Das ging ja gerade los.

00:33:07: Ich habe im Wedding gewohnt Einzimmerwohnung Kolohof in den Hinterhof So für zweihundert-achtzig D. Mark!

00:33:14: Und man nicht so, was?

00:33:15: Ich meine die war halt auch mini klein, aber die war okay und Kohlerofen war einfach Standard damals noch.

00:33:20: du denkst so, Kohler Ofen ist hier Standard in der deutschen Hauptstadt, was ist denn hier

00:33:25: los?!

00:33:25: Aber das war halt so... Das war eine gute Zeit.

00:33:31: da habe ich sehr gerne gewohnt, das war klasse und dadurch dass halt die Lebenshaltungskosten und die Miete so preiswert waren im Vergleich zu heute musstest du dich darum nicht mehr unbedingt kümmern.

00:33:42: heute alle, hey Scheiße wie kommt die Knie dran?

00:33:44: Also furchtbar.

00:33:45: Ich war in der Zeit dann ja auch in London und in Paris und da war das damals schon so wie es heute in Berlin ist.

00:33:50: also schrecklich.

00:33:52: Alle Leute sind total damit beschäftigt.

00:33:54: ey kacke ich muss die Miete bezahlen oh Gott!

00:33:58: Damals war das dadurch noch wesentlich einfacher Fuß zu fassen weil Ja, meine Miete dann zack auf einmal selber bezahlen konnte von meiner Variethegarge und dann finanziell unabhängig war von meinen Eltern.

00:34:13: Und denen auch sagen konnten... Den hast du ja auch nicht gefallen!

00:34:16: Also meine Mutter hat wirklich versucht mich unter Druck zu setzen.

00:34:19: wenn du nicht studierst Dann streich ich den in Unterhalt und ich konnte sagen mach doch es mir egal.

00:34:26: So und hat sich tatsächlich dann gemacht.

00:34:27: so dann hat sie die Unterhaltszahlung ausgesetzt obwohl sie eigentlich dazu verpflichtet gewesen wäre.

00:34:31: aber egal also Arzt hat sie doch nicht gemacht.

00:34:34: In dem Fall, der hauchte dich mal wichtig in dem Mund.

00:34:36: Wo du gesagt hast ich kann mich selbst finanzieren?

00:34:38: Ich bin jetzt auf den eigenen Beinen und ich mach das für mich wirklich

00:34:40: lustig.

00:34:41: Ja!

00:34:41: Das war dann auch ein ganz wichtiger Akt der Selbsteinmachtigung.

00:34:43: Also wenn es

00:34:44: auf die Zeitpunkt wo du dein Studio abgebrochen musst.

00:34:46: Ähm

00:34:47: ja also das Studium abzubrechen war...also das Varietee-Engagement war der Anlass um erstmal zu sagen okay ich leg mein Studium auf Eis.

00:34:56: Mal gucken, ob ich das mir auch beruflich vorstellen kann.

00:34:59: Also würd jeden Tag zur Arbeit gehen?

00:35:00: So dass eben Kunst nicht nur auch... Ja, ich mach da wirklich drauf Bock hab, sondern ich muss da jeden Tag hin!

00:35:05: Ich war krank egal, ich musste auf die Bühne.

00:35:07: So also ich stand... Was ist

00:35:09: jedes Publikum

00:35:09: denn?

00:35:10: Nee, also einmal hatte ich mich richtig übelst den Magen verdorben und musste mich ständig übergeben.

00:35:16: Und weil so schollig bleichgesichtlich so grün auf der Bühnen und dachte oh Gott Leute, ich hoffe ich muss jetzt hier ins Publikumsprein.

00:35:25: Also, hat echt so auf Notstrom-Aggregat dieses Show moderiert und es war die beste Show von allen.

00:35:31: Die Leute waren völlig ausgelassen.

00:35:34: Ich weiß nicht, die haben irgendwie gewerkt.

00:35:36: der Typ ist grad ... leise ich nicht mehr, er braucht uns!

00:35:41: Und da hab dann den nächsten Ekt angesagt mit einer Bühne, muss man mich so sagen, oh mir ging's so schlecht.

00:35:47: aber selbst in dem Zustand konnte ich das Show moderieren und gut moderieren.

00:35:55: Ich habe nach diesen drei Monaten gewusst, ich kann das auch beruflich machen.

00:35:58: Auch wenn ich jeden Tag hingehen muss, egal in welchem Zustand.

00:36:03: Also zu dem Zeitpunkt gab es dann für mich keinen zurück mehr ins Physikstudium.

00:36:08: Ich hatte noch überlegt, Studierst du Medizin?

00:36:10: Das hat mich mehr interessiert.

00:36:11: aber dann dachte ich, nee, ich möchte eigentlich besser werden in dem was ich hier schon tue.

00:36:15: Ich möchte besser Klavier spielen können und ich möchte besser singen können.

00:36:17: Und ich möchte bessere Schauspieler.

00:36:22: So, und dann es gibt ja kein Studiengang Klavier-Kaberett.

00:36:24: Nee, ist so.

00:36:26: Ich hab's wieder am Master, gibts halt nicht.

00:36:28: Dann lag es für mich nahe Musik zu studieren, Musik auf Lehramt weil du da eine superbreite Ausbildung hast und eben das halt so zusammensuchen kannst was dich interessiert.

00:36:39: und das habe ich dann gemacht.

00:36:40: Das hat doch sehr viel Spaß gemacht und ich hätte mir tatsächlich auch vorstellen können Lehrer zu werden.

00:36:44: also ich hatte die Option.

00:36:45: okay ich kann noch immer noch Lehrer werden wenns mit der Bühne nicht so klappt aber es klappte dann wirklich erstaunlich gut.

00:36:53: Ja, aber es klappt da halt auch so gut mit der Bühne dass ich halt am Wochenende immer auf Tour war und wochentags in der Uni.

00:37:00: Und ich kam völlig übermüdet montags mit dem ersten Zug nach Berlin.

00:37:03: Scheiße, ich muss in die Uni!

00:37:04: Ich hab morgen untergehaar und war dann echt so spät abends noch von der Überzelle.

00:37:08: So, mach jetzt!

00:37:10: So, und dann fingen die Arme an.

00:37:13: wie zu tun?

00:37:13: na?

00:37:14: Ey, mach mal besser nicht.

00:37:15: Unter Druck also Unterdruckinstrument spielen keine gute Idee.

00:37:19: Irgendwann sagt der Körper, kannst du machen?

00:37:21: Aber ohne mich.

00:37:23: Und ich bekam Sehentscheidendenzündungen in beiden Armen.

00:37:26: Weil ich auch drüber weggegangen bin und musste jetzt üben scheiß also.

00:37:29: Und dann tat's am nächsten Tag so sehr weh das gar nix mehr ging.

00:37:33: Dann hab' ich die Diagnose bekommen, Sehenscheidendezündung an den Armen... ...und ich konnte sie nicht mehr klavierspielen!

00:37:38: Vorher habe ich immer gedacht okay solange beides geht machst du beides musst du dich noch nicht definitiv entscheiden... ...machst du einfach beides.

00:37:45: Da muss ja auch

00:37:45: Zeit!

00:37:49: Und dann ging halt gar nichts mehr.

00:37:51: Es gingen nicht so wohl als auch, sondern es gingen weder noch.

00:37:54: und dann war klar ach du Scheiße.

00:37:56: jetzt muss ich glaube ich langsam mal eine Entscheidung treffen und bin halt echt so von Arzt zu Arzt gelaufen.

00:38:01: niemand konnte mir helfen.

00:38:02: So ja sehnscheine Entzündung.

00:38:09: Bis sich an ein Musiker geriet der Leute unterrichtet Eigentlich mit dem Ziel, deren Klang zu verbessern.

00:38:17: Aber was damit einem hergeht ist auch die Verbesserung der Bewegungsqualität Denn wenn du dich gut bewegst hast so einen guten Klang.

00:38:23: Also das Musikinstrument macht ja hörbar Was is?

00:38:28: Wie du drauf bist wie es dir geht.

00:38:30: Die Musik ist die Übersetzung von Gefühl im Schall Und die Rückübersetzung beim Empfänger So und ein gutes Instrument macht einfach jede Nase höher bei der Stimme.

00:38:43: Das ist unser eigenes und intimstes Instrument, aber gute Instrumente können das eben auch so.

00:38:49: also jede Kleinigkeit wird sofort hörbar und Der hat halt irgendwann gemerkt wenn er die Klangqualität seiner Schüler und Schülerin verbessert verbessert sich auch automatisch deren körperlicher Zustand.

00:39:04: Also die Leute kommen mit Bandscheiben vorfällen und haben danach keine Schmerzen mehr, und kommen mit Seelenscheinen in Zündung und haben die da nicht mehr?

00:39:10: Und der hat zu mir auch gesagt du also bisher ... Ja letztendlich sagen wir es ist ein Körperbewusstsein so was er dir beibringt auf Dinge so zu achten die einem im Alltag schnell abhanden kommen gerade dann wenn du unter Stress und unter Druck stehst Angefangen bei der Atmung.

00:39:31: Also ganz oft atmen wir nicht oder flach, oder eben nicht entspannt weil wir einfach beschäftigt sind damit es richtig zu machen ja oder eben die Miete zu bezahlen oder whatever.

00:39:43: also der Kapitalismus ist nicht gut für unseren Körper.

00:39:48: das können jetzt mal festhalten in dieser Stelle so und was er dann eben?

00:39:55: Er schafft dann ein Bewusstsein, also auch wenn du musizierst und er dir dabei zuguckt.

00:39:59: Sagt ja

00:39:59: z.B.,

00:40:01: lass mal deinen Knie locker!

00:40:02: Und du denkst so, what?

00:40:04: Ey, stimmt!

00:40:05: Also du bist mit was anderem beschäftigt, du spielst und singst... ...und kriegst gar nicht mit, dass du irgendwie gerade das Knie total fest hält.

00:40:11: und jetzt ach guck mal hier halt.

00:40:15: Was er dir gut beibringen kann, sind einfach so alltägliche Körperübungen.

00:40:18: Einfach den Arm bewegen oder den Kopf oder das Bein aber eben mit einer anderen Bewegungsqualität also mit einbeziehung der Schwerkraft.

00:40:28: Also nicht die Schwerkkraft ihren Job machen lassen.

00:40:30: vieles macht die Schwerkraft ja für dich.

00:40:32: also runterfallen geht von ganz alleine da musst du gar nichts beim Machen.

00:40:37: und Mit diesem neuen Körperbewusstsein was man halt auch üben kann Verlor ich innerhalb kürzester Zeit meine sehnenscheidenden Zündung.

00:40:47: Und war wieder in der Lage, Klavier zu spielen und habe sie seitdem auch nie wieder bekommen weil ich eben seit dem weiß wann die Zeit ist aufzuhören wenn ich mich irgendwie überfordere.

00:40:57: Und damit man sich nicht überfordert was natürlich halt auch wichtig die äußeren Stressoren zu eliminieren das klingt jetzt so drastisch aber einfach ja.

00:41:07: also mich zu entscheiden letztendlich für mich für das zu entscheiden was ich eigentlich immer schon machen wollte und zu dem Zeitpunkt ja auch schon gemacht habe.

00:41:16: Ich musste mich entscheiden, und ab dem Moment fiel mir die Entscheidung nicht mehr schwer.

00:41:21: Dann hab' ich mich exmatrikuliert... ...zwei-tausendfünf!

00:41:24: Und beantworten die Frage, was ich beruflich mach, inzwischen anders als sich das damals getan hat.

00:41:29: Damals konnte ich sagen Ja, ich studiere Musik und so und jetzt sage ich bin Künstler.

00:41:33: Ja

00:41:34: toll also auch stolz, ne?

00:41:36: Wir stolzen.

00:41:36: dann, dass du sagen zu können Habe ich tatsächlich noch eine Frage, wo ihr das weißt ja auf dem Baupgaral spielt so noch ein anderes Instrument?

00:41:45: Also natürlich auf einem anderen Niveau.

00:41:47: Aber das habe ich mir letztendlich auch selber beigebracht.

00:41:48: also ich spiel Kachon und das ist so ne... Ich sag immer gerne Rappelkiste dazu.

00:41:53: Das ist ein südamerikanisches Perkussionsinstrument.

00:41:56: Eine Holzkiste, auf der man Trommeln kann.

00:41:58: Und die können halt unterschiedliche Sounds erzeugen.

00:42:00: Also einen Bassdrum Sound.

00:42:01: Sehr schnappseln,

00:42:02: kennt das aber vielleicht einige von euch da draußen nicht!

00:42:06: Und das Schöne ist, dass es ein sehr einfaches Instrument und dennoch ein sehr vielseitiges Instrument.

00:42:12: Das mag ich immer sehr!

00:42:14: Das sieht wirklich so aus wie ein Karton.

00:42:17: Aber da kann man viel

00:42:17: rausholen.

00:42:19: Es lässt sich natürlich auch wesentlich leider transportieren als einen Schlagzeug.

00:42:23: Ein ganz praktischer Vorteil.

00:42:24: Wuchsergrüber,

00:42:25: Reinenwälder und fertig.

00:42:28: Auch gleichzeitig zum Teil auf der Bühne.

00:42:30: bei manchen Stücken spiele ich mit der Linken an Kachon.

00:42:33: So, ich spiel auf munter Monika.

00:42:36: Hast du noch?

00:42:36: Da musst du mal kommen.

00:42:37: Na, mach mal!

00:42:38: Ich verlinke euch so ein Video einfach in die Schulmutter.

00:42:40: Bei dem Lied Bettina zum Beispiel mache ich das und wo mache ich es noch?

00:42:44: Ich mach' das jetzt bei den Zungenbrechern ganz akut.

00:42:46: also... ...ich instrumentiere gerade die Zungenböcher für mich solo.

00:42:50: Und da liegt's einfach nahe beim man aus Sonnenklavier zu spielen genau Und was ich auch spiele, ist Muntamonika und Okulele.

00:43:00: An der Muntaminika mag ich halt auch total gerne.

00:43:02: Es sind fünf Bauteile aus denen das Ding besteht.

00:43:05: So ein Kanzellenkörper, so zwei Stimmzungenplatten und zwei Deckelplatten fertig.

00:43:11: Und auf was man da eben rausholen kann an Sounds... Dass es das Geil ist.

00:43:16: also die Muntamenica klingt dann geil wenn man sie falsch spielt!

00:43:21: So, die ist ja in einer bestimmten, so eine diatonische Mundharmonika ist dafür gebaut worden.

00:43:25: Also in Cedur zum Beispiel.

00:43:26: damit begleitet man folk-Songs in CEDUR.

00:43:30: Dafür ist sie gebaut und geht auch total gut!

00:43:33: Ich habe sogar einen Ball, könnte ich mal zeigen?

00:43:36: Soll ich mal machen?

00:43:36: Sollen wir mal holen?

00:43:37: Können

00:43:37: wir noch hier aufmachen?

00:43:39: Möchtest du?

00:43:39: Machen wir mal.

00:43:39: Und dann haben halt natürlich irgendwelche Leute rausgefunden, ey pass mal aber guck mal hier wenn man das mit der MundharMonika macht.

00:43:46: So bestimmte Sounds, so Bending Sounds die halt physikalisch möglich sind, aber von den Erbauern nicht beabsichtigt waren.

00:43:53: Klingt das irgendwie geiler?

00:43:54: Du machst einen Fehler und es klingt besser!

00:43:57: Also durch den Fehler wird's erst... oh ey guck mal So, und dann ging's los.

00:44:02: Dann kommt man hier... Das geht ja auch!

00:44:03: Also wir wieder beim musikalischen Fehler, wenn man sie zulässt,

00:44:06: ne?

00:44:06: Ja, oder die... Beim Tanzen.

00:44:08: so die interessantsten Moves im Swing-Tanz was ich auch sehr lang und sehr gerne gemacht habe Im Lindy-Hop sind entstanden durch Fehler also die spektakulärsten Sachen wo du denkst Alter krass wie bei... Und der das erfunden hat... Der ist doch

00:44:20: richtig

00:44:20: abgefahren, da

00:44:21: mag ich es auch total gerne angucken

00:44:22: Hat etwas falsch gemacht und alle anderen... Oh geil!

00:44:26: Und dann war der neue Move geboren.

00:44:29: Also Fehler sind keine Marke, also Fehler sind ganz wichtig für uns auch damit wir Sachen besser machen können.

00:44:37: Oder aufgrund von Fehlern werden neue Erfindungen gemacht, Teflon zum Beispiel, Penicillin sind alle passiert weil jemand was verzockt hat.

00:44:46: Bei Penicilin war die Probe halt verunreinigt so und Teflons sollte etwas ganz anderes werden.

00:44:54: aber ich komme schon wieder ab, was wollte ich eigentlich sagen?

00:44:57: Er war

00:44:57: eigentlich bei der Mundharmonika

00:45:00: und bei anderen Instrumenten?

00:45:00: Ja, also die Mundhar- Monika ist im Grunde ein stellvertretendes Instrument für meine Philosophie.

00:45:07: Also die Mundharmonika steht für das was ich auf der Bühne praktiziere.

00:45:14: Guck mal!

00:45:14: Jetzt haben wir schon... Wir sind tatsächlich in der Zeit auch schon sehr fortgeschritten aber wir haben wieder sehr viel Input vom Außen bekommen von Bodo, jede Menge Tipps.

00:45:22: Siehst du mal sehr viel zu Musik was meinen Musikherz natürlich mal sehr erfreut.

00:45:27: Ich hoffe vor euch war es nicht zu langweilig, sondern da war sehr viel Spannender sein mitbei und vielleicht auch nicht so tief drin, sondern dass jeder irgendwie doch ein bisschen das Gefühl von der Musik auch mitbekommen hat.

00:45:37: Jetzt wirst du dann ein bisschen auf die Tube drücken damit gleich der Kollege nicht wieder reingekommen und wir aber noch alle Fragen beantworten können.

00:45:45: eine erste, die ich gerne noch gerne mitstellen wollen würde ist... Das ist eigentlich also meine Lieblingsfrage weil ... worum es ja hier im Podcast auch geht.

00:45:54: Wir wollen als erfahrene Person unser Wissen, unsere Tipps vom Leben von Beruf und der Karriere... ...von Mindset davor haben wir heute viel mit Federn gesprochen,... weitergeben an die jungen Gesellschaft.

00:46:09: Wenn du jetzt mal zurück überlegst mensch!

00:46:12: Du bist jetzt nochmal in die Schule, du bist der Bodo... ...Achtzehn Jahre umbei, sagen wir irgendwas zwischen fünfzehn und zwanzig.

00:46:21: Was ist etwas?

00:46:22: Was du dir gerne gewünscht hättest, was die hätte mal jemand sagen können dem Alter.

00:46:27: Wir wurden zwei ganz wichtige Gesetze gesagt tatsächlich von

00:46:30: meinem Mathelehrer...

00:46:33: Das ist doch noch nicht gut!

00:46:34: Von dem später.

00:46:35: Ja stimmt das auch oder?

00:46:36: Was der ja gesagt hat ne?

00:46:37: Ja jetzt hier erstmal was mein Mathelehre gesagt hast.

00:46:39: ich hab dann natürlich war Ich wusste nicht, was ich machen soll und alle haben das scheinbar von mir erwartet.

00:46:48: Also wer hat die schon?

00:46:49: Du hast ja nichts gemacht bisher außer zur Schule gegangen zu sein.

00:46:53: So überhaupt keine Ahnung!

00:46:54: Und habe mich ein immens unter Druck gesetzt.

00:46:56: Mein Mathelehrer war der erste und einzige, der gesagt hat Sie wissen nicht was sie machen sollen.

00:47:00: kein Problem ist nicht schlimm.

00:47:01: Gehen Sie mal an die Uni schreiben sich mal für irgendwas ein ... schnuppern überall mal rein, so, ne?

00:47:08: So ein Studium-Generale oder ist ja egal.

00:47:10: Also auch wenn du für irgendwas eingeschrieben bist kannst du überall woanders hingehen und mal gucken was machen die denn da?

00:47:15: sowas wird dann da so besprochen... Und den Tipp hab ich leider nicht beherzigt.

00:47:18: das ist aber ein erst Gold wert!

00:47:20: Ich wünschte ich hätte es getan, ich dachte halt damals das kann ich gar nicht machen, dann verliere ich einen Semester!

00:47:27: Egal!

00:47:28: Inzwischen würde ich eine Weltreise machen.

00:47:31: Du weißt sich was du machen willst.

00:47:32: fahren in die Welt.

00:47:32: guck dir die an.

00:47:34: Geh im Jahr lang arbeiten.

00:47:35: In Watweiß-Ick, in Australien und Neuseeland.

00:47:38: Ich hab Leute kennengelernt die das gemacht haben.

00:47:41: Also es ist okay nicht zu wissen was man will.

00:47:46: Es ist völlig unordentlich aber das hat mir damals niemand vermittelt.

00:47:50: Es tritt irgendwann ein.

00:47:51: Irgendwann weißt du was du willst?

00:47:53: Und Du findest es raus Während du mit etwas anderem beschäftigt bist zum Beispiel.

00:47:58: also was ich gesagt habe.

00:47:59: loslaufen erst mal irgendwo hin is egal wohin Hauptsache irgendwo hin So, und dann passieren Sachen.

00:48:05: Na?

00:48:05: Forrest Garn, gutes Beispiel!

00:48:07: Der macht das ja auch.

00:48:08: Eigentlich laufen wir los.

00:48:08: Oh, sorry,

00:48:10: ich mach das.

00:48:11: Also einer meiner Leitsprüche ist einfach machen.

00:48:14: Einfach erst mal machen.

00:48:15: Und einfach machen, auch im doppelten Sinne... Es sich und den anderen einfach machen.

00:48:21: also gerade wenn man sich Sachen ausdenkt es muss nicht du musst in einem Song oder einem Gedicht nicht die Welt formeln finden Also nicht, das muss aber richtig geil sein.

00:48:29: Sondern einfach erst mal machen.

00:48:31: Und nachbessern geht ja immer.

00:48:32: Du merkst ja, hier ist noch nichts so geil?

00:48:35: Dann gucke ich mir das nochmal an oder hier... Das funktioniert noch nicht so.

00:48:38: dann mache ich es nochmal anders Es ist ja nicht in Stein gemeißelt.

00:48:41: also ich verändere meine Stücke bis heute.

00:48:43: Ich singe manche Stücke anders als vor zwanzig Jahren.

00:48:46: So ich finde das Stück immer noch geil.

00:48:47: Aber wir sind andere Botschaften wichtig, also brauche die ein.

00:48:52: Der zweite gute Tipp den ich bekommen habe war von einem Kommiliton Als ich damit hard hatte, war jetzt das Physikstudium abbrechen.

00:48:59: Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist und dann fuhre ich... Jetzt habe ich ja schon mal angefangen.

00:49:02: Also das haben auch ganz viele gesagt im Studium.

00:49:04: Jetzt hab' ich schon mal angefangen, jetzt ziehe ich das auch durch!

00:49:06: So, ich kann jetzt nicht abrechnen.

00:49:08: Das ist ein zu großer, zu großer Markel.

00:49:10: oder dann fühle ich mich wie einen Versager!

00:49:13: Ja der mich gescheitert!

00:49:15: Aber was will man machen wenn es nicht das Richtige ist?

00:49:17: Also das ist dann ja eine Qual, es trotzdem durchzuziehen und viele machen das.

00:49:22: Der sagte zu mir Es gibt keine falsche Entscheidung Und ich habe das damals nicht verstanden und dachte, wie jetzt gibt es keine falschen Entscheidungen.

00:49:29: Viel später hab' ich verstanden ja!

00:49:31: Weil egal wofür du dich entscheidest... Wofür oder wogegen was du immer gewinnst ist ne Erkenntnis.

00:49:37: also erst wenn du dich entscheiden merkst du Aja stimmt so dass war das richtige.

00:49:43: Oder darf ich mich falsch entschieden?

00:49:45: Dann kannst du deine nächste Entscheidung ja aufgrund dieser Erfahrung treffen.

00:49:51: Ja genau Du versetzt dich selbst in die Lage, Entscheidungen zu treffen indem du dich entscheidest.

00:49:59: Das klingt jetzt unglaublich altklug.

00:50:01: also nicht dass ich aus den Gedanken komme ich jetzt erst während ich mit dir drüber spreche und deswegen war für mich Physik zu studieren auch nicht falsch.

00:50:11: So, das war total gut.

00:50:12: Das war eine ganz wichtige und prägende und erkenntnisreiche Zeit.

00:50:15: Ich mochte... ich mochte es auch!

00:50:17: Ich moachte meine Kommilitonen damals bei der Große Uni-Streich.

00:50:19: Wir sind auf die Straße gegangen wir haben demonstriert.

00:50:21: Ich habe Lieder gesungen über den Streik.

00:50:23: Hießen Publikum?

00:50:24: Ja!

00:50:25: Und da hab' ich halt gemerkt guck mal hier liegt meine Kompetenz.

00:50:27: Hier kann ich was bewirken.

00:50:28: Ich kann Lieder singen.

00:50:29: Ich kan das auf dem Punkt bringen in Reimform und in Liedform was alle bewegt.

00:50:33: Das kann nicht und das kann ich mit den Leuten teilen.

00:50:36: so Und hier liegt meine Kompetenz, also das war eine ganz wichtige Erkenntnis und Entdeckung in dieser Zeit.

00:50:43: Deswegen nichts ist umsonst so.

00:50:45: Also keine Entscheidung war falsch.

00:50:48: So er hat vollkommen die Wahrheit gesagt.

00:50:51: Viele

00:50:51: gute Entscheidungen können ja auch nur dadurch treffen weil wir oder die fundieren ja auf falsche Entscheidungen.

00:50:57: In dem Sinne dass wir gesagt haben okay vielleicht habe ich mich dann nicht richtig entschieden Vielleicht bei der Situation auch nicht, aber dadurch konnte ich erst diese gute Entscheidung treffen für mich, die ich dann getroffen habe.

00:51:07: Genau.

00:51:07: Total cool!

00:51:08: Und ich glaube man kann in einer Sache erst gut werden wenn man darin schlecht war?

00:51:12: Ja, damit kommt das Schöne an.

00:51:14: Und damit kommen wir zu Dave Grohl.

00:51:16: Dave Grohl hat gesagt oder soll gesagt haben im Zusammenhang mit so Casting Shows dass er das absolute Unart hält also junge Musikerin und Musiker so zu bewerten Also sie, letztendlich ja auch unter so einem Perfektionsdruck zu stellen.

00:51:30: Denn er sagt was vollkommen normal ist wenn du jung bist und anfängst Du bist erstmal schlecht You suck!

00:51:35: So du nimmst die Gitarre in die Hand and you suck!

00:51:37: Du kannst es nicht Und dann gehst du mit deinen Kumpels in den Brobenraum und ihr alle seid erst mal schlecht.

00:51:42: Aber...you suck together!

00:51:44: Und ihr habt dabei Spaß und ihr werdet besser darin eure Instrumente zu spielen und euch als Band zu finden während ihr schlecht seid.

00:51:53: Und deswegen ist das ganz, ganz wichtig erst mal lang genug schlecht zu sein und schlecht sein zu dürfen bevor man gut wird.

00:52:00: That is the way!

00:52:02: So es gibt keinen anderen?

00:52:04: Ja.

00:52:04: Also

00:52:05: du musst dich tatsächlich auf Bodus Couch hier sitzen damit endlich jemand in einem Podcast und zwar nicht ich, Dave Grohl zitiert.

00:52:14: Hallo dass der noch nicht da ist.

00:52:15: vielleicht kommt er ja auch noch in deinem

00:52:17: Podcast.

00:52:18: Dave falls Du zuhörst geh zu Matti.

00:52:20: super Typ erst macht voll Spaß mit dem zu quatschen.

00:52:23: So, darf ich noch eine Sache mit auf den Weg?

00:52:27: Ein Leitspruch der mich beschäftigt so sehr dass ich ihm auch ein Lied gewidmet habe oder sogar einen ganzen Programmtitel.

00:52:34: Der lautet was wenn?

00:52:35: doch als Frage und was wenn?

00:52:38: Doch ist die Gegenfrage auf die Frage Was Wenn's Nicht Klappt Und ganz viele Leute nehmen Sachen nicht in Angriff weil sie Angst haben.

00:52:46: uuh was wenn nicht scheitern?

00:52:48: Also was wenn es nicht klappt?

00:52:49: und ich sage dann immer gerne was wenn?

00:52:50: DOCH?

00:52:51: Du weißt es ja nicht.

00:52:52: Du weisst das erst, wenn du es

00:52:54: ausprobierst.".

00:52:54: Und boah!

00:52:55: Also ich hatte auch ganz viele Lied-Ideen die waren nicht gut und dann... also ich habe die ausprobiert in der Schreibung und hab gemerkt so, naja okay, das funktioniert überhaupt nicht aber macht nix.

00:53:04: jetzt weiß ich's.

00:53:05: Jetzt habe ich die Antwort, jetzt kann ich das auch loslassen?

00:53:08: Jetzt kann ich noch mal umschreiben oder was Neues schreiben So Kein Problem.

00:53:15: Ich traf neulich erst jemandem Der mir halt erzählt hat, er denkt sich auch Lieder aus und hat mich gefragt ob ich ein Tipp habe für ihn.

00:53:22: Ich hab gesagt gehen die scheinbar!

00:53:23: Gehen die.

00:53:23: du wohnst in Berlin ey cool!

00:53:25: Geh'n die Scheinbar tritt da auf probier die Sachen

00:53:27: aus.

00:53:27: Aber jetzt immer ausverkauft?

00:53:29: Immer voll von den Küssen?

00:53:29: Ja dann kriegst

00:53:30: du die Antwort auf deine Frage.

00:53:31: und der hat gesagt oh das traut er sich nicht Also nicht den Ernstfall, sich vor Publikum zu stellen.

00:53:36: Aber die scheinbar ist ein Safe Space!

00:53:37: Du stehst ja nicht im Madison Square Garden, du stehst da nicht in einer Live- und Fernsehsendung, sondern du bist in einem kleinen Ort vor fünfzig Leuten, die dir sehr zugeneigt und zugetan sind und Bock haben auf das was du machst... ...In Berlin Schöneberg!

00:53:49: So also auch mal was ausprobiert, da kann man auch schlecht sein.

00:53:52: Das ist vollkommen normal unessenziell.

00:53:57: Einfach machen, was wenn doch?

00:54:00: Das sind so meine beiden Lassen können.

00:54:03: Liebe und es gibt keine falschen Entscheidungen.

00:54:06: Jetzt komme ich noch schnell zu den Fragen die du nicht gestellt haben, dafür musst du ja nur schnell

00:54:11: auf den Spickzettel rauten.

00:54:13: Genau!

00:54:14: Und zwar habt ihr jetzt mal vielen Dank für all eure Fragen, die ihr gestellt habt.

00:54:17: Das waren super, super viele.

00:54:20: Alles was irgendwie im Programm zu tun hat oder sowas, da komme ich auf euch persönlich zurück und beantworte dir euch persönlich.

00:54:25: Ich habe mit dem Management schon gesprochen.

00:54:27: Die haben mir Reden und Anforsches gestellt und die sage ich vielleicht so... Und alles, was jetzt zeitlos ist.

00:54:33: Wie stelle ich jetzt gerne hier noch mal?

00:54:35: Ich guck mal, ob ich schon... Vieles hab' ich gehört und ich tatsächlich auch schon mit einfließen lassen.

00:54:40: Wir können uns auch ruhig nochmal treffen, sag ich jetzt mal, ne?

00:54:42: Also wenn es jetzt halt nicht mehr klappt, dann machen wir nur noch eine Folge!

00:54:45: Wenn ihr Bock habt!

00:54:48: Sei, sei so!

00:54:49: Für sich

00:54:49: also die meisten sind, äh, wenn's nicht auch gut zu beantworten.

00:54:52: Ich gucke mal gerade... Das

00:54:52: antworte halt selten in einem Satz,

00:54:54: ne?!

00:54:54: Aber ich finde die Fragen ja auch selber spannend und deswegen würde ich auch gern viel dazu sagen.

00:54:59: Ich find´s gut.

00:55:00: Ja Also wenn ihr Lust habt, machen wir noch eine Folge und gehen nochmal in die Deep Dive zu den Themen, die euch jetzt inspiriert haben.

00:55:09: Also sagt da Bescheid, schreibt es in die Kommentare mit der YouTube-Zugucht.

00:55:12: Schreibt uns eine DM oder am besten mir direkt dann kann ich das mal gleich organisieren.

00:55:16: Dann machen wir nochmal weiter!

00:55:18: Aber welche Frage ich jetzt unbedingt noch stellen möchte ist?

00:55:21: Eine kam natürlich zum Brechern vier Punkt Null.

00:55:26: Nutzt du ein Teleprompter während du Texte offen nimmst?

00:55:29: Nee Alles auswendig.

00:55:30: Kann nie auswendigt, ja.

00:55:32: Also im Idealfall kann ich sie auch auswändig.

00:55:34: Ja gut, was man nicht sieht ist das halt nicht beim ersten Mal funktioniert.

00:55:38: Nee!

00:55:39: Auch da, es funktioniert nicht beim Ersten Mal.

00:55:41: also keiner dieser Zungenbrecher war beim ersten mal im Kasten.

00:55:43: Das sind so Zautexes?

00:55:45: Ja die sind das lustigste tatsächlich wie man es ordentlich scheitern sieht.

00:55:49: Die Fehler sind wieder einmal das Witzigste.

00:55:52: Die Zungenbrecher sind viel witziger wenn ich sie verzocke und es gibt einen Den haben wir echt nicht in Kasten kriegt.

00:55:59: Also auch nach fünfzig Takes habe ich das immer noch nie geschafft, der ist hammer schwer und er ist noch nicht mal schnell!

00:56:06: So, und trotzdem sagt schwer.

00:56:07: Also da musste ich wirklich abbrechen und sagen komm das...ich packt es nicht!

00:56:10: Das müssen wir mal nächsten Mal aufnehmen.

00:56:12: Ich kenne

00:56:12: das aus den Synchronisationsübungen.

00:56:14: Wenn du da auf dem Bildschirm dann versuchst deine Stimme in die Lippen der Schauspieler oder der Figur zu stecken Und dann hast du da halt so ein Tag der da irgendwie über drei Zeilen geht.

00:56:28: Aber große Kunst wenn's gelingt.

00:56:30: Ja, also da durfte

00:56:31: ich das auch raus.

00:56:33: Das ist total cool.

00:56:35: Also keine Teleprompter, Leute.

00:56:39: Hab ich zum Beispiel in dem Fall dann ja auch nicht.

00:56:42: Ich hätte gerne einen Telepromper wäre voll praktisch aber wahrscheinlich noch teuer.

00:56:46: Nee

00:56:47: das geht!

00:56:48: Hört zu Tage kannst du ja immer so ganz beschließen.

00:56:51: Aber man sieht es halt trotzdem.

00:56:56: und was den Leuten ja mal auffällt bei den Zungenbrechern ist... dass ich die einfach direkt angucke.

00:57:02: Ich gucke direkt in die Kamera und bin vielmehr dann selbst auch erst auf, weil es Leute geschrieben haben, ich blinste Milch!

00:57:09: Also ich hab halt auch Bock das den Leuten zu erzählen... ...und ich glaube, das hat mehr andere Energie als wenn ich mit lesen, mit ablesen beschäftigt wäre.

00:57:17: Ich glaub,

00:57:17: das ist ja authentisch in dem Fall.

00:57:19: Und deswegen funktioniert's halt wieder so gut.

00:57:25: Es ist der, der am krassesten durch die Decke gegangen ist.

00:57:28: Inzwischen über zwanzig Millionen Aufrufe auf TikTok über fünf Millionen auf Instagram und er trendet in anderen Ländern.

00:57:35: Das ist ja total abgefahren, weil es auch Deutsch?

00:57:37: Ja eben hätte ich nicht gedacht.

00:57:39: also Leute schreiben mir... Also entweder das, sie wollen wissen was gesagt wird und dann haben wir's auch auf Englisch übersetzt.

00:57:46: Und jemand schrieb daraufhin, aha!

00:57:48: Sich erst über den Dachdecker beschweren dass er so viel Krach macht und sich dann aber wünschen dass auch das eigene Dach deckt, das ist ja wohl so Deutsch.

00:57:57: Und ich dachte, da müssen wir wahrscheinlich so was ran.

00:58:00: Richtig!

00:58:00: Aber das ist auch so schön an den Zungenbrechern zu schwappen ja schon wieder.

00:58:04: aber fähigst du schön?

00:58:06: Die haben alle eine Geschichte zu erzählen.

00:58:08: Das ist nicht nur irgendwie aneinandergeweiht... Ja auch solche Zungenbrecher sondern die haben auch irgendwie die Geschichte.

00:58:12: Im Idealfall und das ist halt eine Geschichte die sich wendet am Ende und dadurch ist es interessant beim Lachdecker.

00:58:20: Ja, also viele schreiben mir die kein Deutsch sprechen dass sie nicht damit gerechnet hätten das deutsch so interessant klingen könnte und dann kriegen Sie Bock Deutsch zu lernen oder es wiederzulernen nachdem sie schon mal gelernt hatten.

00:58:30: Und ähm andere schreiben ja Dass sie gar nicht wissen warum das auf ihrer Foyou-Page auftaucht.

00:58:38: So aber hey sie finden's voll cool und ich glaube Es ist der Rhythmus Zungenbrecher, der dich irgendwie kriegt und abholt.

00:58:48: Ab der ersten Zeile auch dann wenn du kein Deutsch verstehst also durch die Alliteration und der, der gedacht, er gadeckt das Dach Es rhythmisiert halt die Sprache Und anders kann ich mir nicht erklären dass gibt auch andere zungenbreche bei denen ich sage Leute sind doch auch cool Die haben aber bereitet nicht so viele Aufrufe.

00:59:02: vielleicht liegt es daran?

00:59:03: Die

00:59:03: Schwierigkeit ist, Du hast ja auch einen wunderbaren Service angeboten.

00:59:06: früher mal beim Liebeslied Da kenn ich mich noch drei Kinder da hast du es dann in allen Sprachen übersetzt und dann auch nochmal mit musiziert.

00:59:15: Das geht da hier aber nicht.

00:59:16: Du kannst den Zumbrecher nicht in eine andere Sprache, und dann verlieren die ja total an... Also das ist der ZumbRECHER auch nicht mehr drin.

00:59:21: Ich kenne dir einfach so übersetzt und dann versuchst du in den Rhythmus reinzumetzen.

00:59:25: Naja, das müsste man ausprobieren!

00:59:26: Dafür spreche ich andere Sprachen nicht gut genug.

00:59:29: Ja, vermutlich

00:59:30: hättest du da aber auch ein Service.

00:59:31: oder bei Mühleslied zum Beispiel?

00:59:34: Also ja, da war es so dass ich Leute aus anderen Ländern also gezielt gefragt habe Kannst du mir helfen was zu übersetzen?

00:59:40: So natürlich so, dass es sich reimt.

00:59:42: Da ist dich dann die Herausforderung und letztendlich ist es aber im Deutschen auch häufig ja also auch sinnbildlich für das was ich empfohlen habe erst mal losgehen in eine Richtung loslaufen gucken was ist da so?

00:59:56: Was gibt's da?

00:59:58: Also ich laufe mal an dir, ich formuliere es mal so, reimt sich da was?

01:00:01: Nein, dann gehe ich mal da lang!

01:00:03: So und dafür ist es natürlich wichtig Synonyme zu kennen.

01:00:05: So, okay.

01:00:07: Dann formulier's mal anders oder formulier es mal so um dass das Verb am Ende steht was rein sich denn dann?

01:00:11: Also man also so try an error.

01:00:14: letztendlich also man auf gut glück läuft man los und guckt was man findet Und ich finde immer was und warum weil ich losgelaufen bin.

01:00:23: so also Man findet immer was wenn man lange genug sucht und sich halt auch überraschen lässt von dem, was man findet.

01:00:30: Und häufig findet man etwas, das man gar nicht gesucht hat.

01:00:32: Also ich laufe irgendwo lang und sehe dann so Blümchen die am Wegesrand blühen und denkst oh ey geil guck mal hier!

01:00:38: Und war eigentlich auf der Suche noch was ganz Anderem.

01:00:41: So und diese Finesse, was die Sprache zum Klingen bringt... Das gibt's natürlich auch in anderen Sprachen nur da sind es eben andere Worte.

01:00:50: Also Zungenbreche auch in andern Sprachen sind ja häufig ähnlich beschaffen.

01:00:54: also was den Klang betrifft Und deswegen glaube ich, ich denke mir ja momentan auch selber Sachen aus über Handwerksberufe inspiriert durch die Leute.

01:01:05: Weil die gesagt haben geile Dachdecker macht doch immer was über ein Maurer und ich sage sicher mache ich es kein Problem.

01:01:09: also ich bin auch immer sehr um Vollständigkeit bemüht.

01:01:11: beim Liebeslied dann in allen Sprachen.

01:01:13: dann nehme ich dann noch wirklich alle Sprachen.

01:01:15: Ja das waren wirklich alles sprachen wir waren ganz elbisch und

01:01:17: so.

01:01:17: Ja, ja ich bin gonig alles dabei!

01:01:19: So jetzt eben dann auch alle Zungenbrecher die mich begegnen.

01:01:26: Ja, also ich glaube es wäre machbar in anderen Sprachen.

01:01:29: Aber dafür spreche ich sie eben wie gesagt nicht gut genug um das selber zu können.

01:01:33: aber wer weiß vielleicht habe ich da ja eine weltweite Welle losgetreten.

01:01:40: Also alleine schon wenn ich sehe wie oft diese Zungenbrecher nachgemacht werden und halt auch wissenschaftlich besprochen werden.

01:01:46: Ich hab neulich ein Video gesehen Da sprach jemand einen Sprachwissenschaftler über die Besonderheit von Zungenbrechern.

01:01:54: Und uns zitierte einen arabischen Zungenbrecher, der total krass klang und in englischem und meinem und den dachte er so hier der berühmte deutsche zungenbrecher Künstler Bodovartke.

01:02:09: Also er hat es auf Englisch gesagt.

01:02:10: ich weiß nicht mehr was er gesagt hat aber das war bei mir natürlich sehr sehr geehrt gefühlt und dann hat er wirklich wissenschaftlich erklärt warum das geil ist.

01:02:21: Das passt jetzt auch noch ganz gut gerade mit Reihen, weil du es auch nur im Angesprungen hast und das Briebe zahlt sich.

01:02:26: zur nächsten Frage noch Komponieren oder Texten.

01:02:29: Was gefällt dir mehr?

01:02:30: Und was ist bei dir eigentlich zuerst

01:02:31: da?

01:02:32: Gute Frage werde ich oft gefragt!

01:02:33: Also

01:02:34: typische Musikerfrage.

01:02:35: Ja naja... Was

01:02:36: interessiert ihr?

01:02:37: Es war jene anders irgendwie.

01:02:38: Die Antwort lautet mal so mal so.

01:02:41: Häufig ist der Text zu erster und dann überlege ich wie kann der klingen?

01:02:47: Oder die Musik ist zuerst eine musikalische Idee und ich überlege, welche Worte könnten da zu passen.

01:02:52: Wichtig ist das Resultat.

01:02:54: so also beide künstlerische Prozesse sind komplett unterschiedlich aber sie steuern zu auf das gleiche Resultate nämlich dass du am Ende einen Text hast und eine Musik Die sich gegenseitig bedingt.

01:03:06: Also dass beides einfach super gut zueinander passt und nur Einheit bildet.

01:03:10: Also dass die Sprache oder dass die Musik die Sprach hebt Dass die Musik der Sprache das ablauscht, was ihr eh schon inne wohnt und dass die Sprache wiederum anfängt zu klingen.

01:03:23: Und wenn das eine Einheit bildet dann kriegte ich das auch sofort.

01:03:28: Also gutes Beispiel.

01:03:29: Ja Schatz ein Lied was ich komponiert habe.

01:03:35: Da geht es um einen Typen, der unter dem Tartoffel seiner Ehefrau steht und sich immer nicht zu trauert.

01:03:40: Und der Druckmäuser ist schon mal schatzsagt!

01:03:42: Das sagt er im Refrain sehr unterwürfig aber auch genervt und passiv aggressiv.

01:03:51: Es klingt so... Ja Schatz!

01:03:53: Da ist das Intervall.

01:03:55: Die kleine Terz.

01:03:56: Schon drin in dem was du sagst.

01:03:58: Und zwar noch nicht einmal wenn du singst sondern einfach nur sagst, klingt es bereits so

01:04:02: Das ist schon die Melodie am Start.

01:04:04: Sichtig, das heißt die Musik ist schon da!

01:04:06: Also die Musik isst in der Sprache schon drin und was ich halt versuche im kompositorischen Prozess ist der Sprach... ...die Melodie abzulauschen, die sie ihr schon hat.

01:04:19: Sehr schön.

01:04:20: Schön also das...

01:04:22: Und umgekehrt.

01:04:22: zum Beispiel war es bei Ich trau mich nicht Da ist es witzigerweise ein Lied, ah ich traue mich nicht.

01:04:29: So und da ist es auch das gleiche Intervall.

01:04:33: Und da hatte ich erst die Melodie so und habe dann überlegt welcher Text könnte dazu passen?

01:04:39: Und kam auf diesen Satz und es hat sofort gematcht.

01:04:41: und dann kam ich erst auf die Story des Liedes.

01:04:45: Guck mal ja also das ist tatsächlich bei jedem anders bei jedem Kürzler und dann auch von die zu bieten, also die meisten sagen tatsächlich auch mal haben wir schon ein geiles Riff was irgendwie aus Versehen in der Garage entstatten ist.

01:04:58: Und ab und zu haben wir erst einmal schon ein paar richtige Zeilen, die so wichtig sind dass wir an den festhalten und gucken welchen Melodie passt darauf.

01:05:05: Genau noch da ist halt wichtig anfangen es fängt mit einem Detail an und deswegen brauchst du das auch.

01:05:14: Es ist wichtig, dass die Teil nicht in der garage liegen zu lassen.

01:05:18: Ich stolpe dann manchmal auch über Sachen, die ich mir früher mal ausgedacht habe und nicht wusste wohin damit.

01:05:23: Und irgendwann weißt du es aber ah ja guck mal hier da!

01:05:25: Also die Melodie von Christine das lied immer meine verstorbenen Schwester hatte ich schon ganz ganz früh so als Kind und bis mir dann halt viel später ersten Text dazu eingefallen ist oder ich das Lied schreiben wollte und mir dann die Melodie wieder einführe und dachte Guck mal das passt ja dass die Musik transportiert exakt die Emotionalität um die es in dem Text gehen.

01:05:45: Das ist voll cool.

01:05:46: Jetzt war ganz kurz mal eingeworfen, war auch so eine Frage wer inspiriert dich denn beim Schreiben insbesondere bei deinen politischen gesellschaftlichen Texten?

01:05:55: Wer oder was?

01:05:56: Wer.

01:05:58: Na ja also dahinter steht halt erstmal das Bedürfnis mich dazu zu verhalten und zu äußern.

01:06:03: Also auch Sachen die mich umtreiben und mir verschafft es selbst Erleichterung das künstlerisch zu tun.

01:06:10: Ich kann das Problem nicht lösen.

01:06:12: So ich kann mit einem Lied die Welt nicht verbessern, wobei mir die Affen natürlich schon.

01:06:16: Aber es liegt nicht in meiner Hand was ich aber... Ja wer weiß.

01:06:22: also ich meine das gibt leider immer noch Kriege so.

01:06:24: aber das Lied macht halt etwas ist erstift ganz viel Trost und Erleichterung.

01:06:31: und Ich verschaffe mir selbst erleichterungen und Trost dadurch dass sich ein Lied über Sachen schreibe die mich umtreiben.

01:06:38: Also wenn ich Liebeskummer hatte dann Lied drüber zu schreiben.

01:06:42: Dadurch war der Liebeskummer nicht weg, leider.

01:06:45: Aber es war ein Schritt ... Es war eine Treppenstufe.

01:06:52: Eine Art Verarbeitung?

01:06:53: Genau!

01:06:53: Das ist mir nämlich gelungen das Schlimme in was Schönes zu verwandeln und dadurch ändert sich auch der Blick auf die Sache.

01:06:59: Na klar, es war immer noch traurig und verletzend und schmerzhaft aber anderenfalls wäre dieses Lied nicht entstanden und davon habe ich was jetzt für den Rest meines Lebens.

01:07:09: Ich habe dieses Lied geschrieben, ich kann es singen dann wenn's mir selber nicht gut geht.

01:07:13: Ich kann in meinem Programm singen und anderen Leuten damit Trost verschaffen.

01:07:18: Und bin da auch froh und dankbar und stolz darauf dass sich das Lied schreiben konnte.

01:07:23: Dadurch ändert sich halt der Blick auf die Sache so.

01:07:28: Dass du irgendwann sagen kannst ja dafür war es auch gut, dass das passiert ist.

01:07:33: So und so ist es mit dem Gesellschaftskritischen gehen auch.

01:07:37: Ich denke jetzt nicht, kurz seit dann gibt es die ganzen Probleme in der Welt?

01:07:40: das denke ich natürlich nicht aber Es ist halt für mich ein Weg mich dazu irgendwie zu verhalten und dafür zu sorgen dass es mir zumindest ein bisschen besser geht.

01:07:52: Im Idealfall eben halt auch das.

01:07:54: Das ist auch total passend gerade weil es wäre nämlich noch eine andere Frage gewesen wie gehst du denn mit den aktuellen Institutionen in der welt um?

01:08:02: was machst du da für dich?

01:08:05: Wir fassen Antwort darauf.

01:08:06: Das geht halt meistens nicht sofort, also sofort ein Lied über so ein akutes Problem zu schreiben, weil man selbst ja davon total betroffen ist und in Schockstarre oder in Panik und Angst und Schrecken und was nicht... Also das sind ja alles keine Zustände, denen man in der Lage ist, ein Liet zu schreiben.

01:08:26: Aber was eben, es hat mir meine Bühnenpartnerin gesagt.

01:08:28: In dem Moment wo du singst kannst du keine Angst haben.

01:08:32: Also das Gehirn kann anscheinend nicht beides.

01:08:35: Also singen, verschafft auch biochemisch im Körper dir ein gutes Gefühl und sorgt dafür dass du weniger Angst hast.

01:08:49: Und das fand ich total irre.

01:08:51: also als sie mir das erzählt hat.

01:08:53: Ich höre es gerade zum ersten Mal.

01:08:54: Ich finde auch da total verplext.

01:08:56: Das war total spannend.

01:08:59: Und man ist ja auch nicht in der Lage, Probleme zu lösen.

01:09:03: In dem Moment wo sie akut über dich reinbrechen.

01:09:06: so also Ja sicher!

01:09:09: Der Klimawandel ist das räumende drängende Problem vor dem wir alle stehen und was uns unsere Existenz kosten könnte und nicht nur die von uns sondern auch die vom Saar.

01:09:18: Aber in diesem Zustand von oh Gott was machen wir denn jetzt?

01:09:21: Ist man nicht in laage konstruktiv Probleme zu Lösen.

01:09:25: und was ich zumindest versuche Mit meinen Liedern ist, wenn es mir denn gelingt uns alle so weit zu entspannen dass wir in der Lage sind mit einem lösungsorientierten Blick uns die Probleme anzuschauen.

01:09:41: Wie gesagt ich kann die Probleme nicht lösen aber ich kann zumindest dazu beitragen uns allen einen vielleicht besseren Zustand zu versetzen.

01:09:49: Ja,

01:09:49: Bruno heißt mal vielen Dank für deine Rede Antwort und vor allem Zeit für deinen Tipps für die jungen Menschen.

01:09:55: das wir hier einfach nur ein bisschen quatschen konnten So aus dem Nähkästchen heraus ist ja doch noch mal was anderes als offizielle Interviews und ich finde das immer ganz, ganz schön auch diese Möglichkeit dann zu haben.

01:10:07: Bevor wir jetzt aber ganz zum Ende kommen in dir kennt er es ja schon kommt auch nochmal eine kleine Challenge und ich habe auch Bodo vorher Bescheid gesagt.

01:10:15: Bodo wir brauchen als Interview Gast brauchst du ein Challenge wenn wir hier den Podcast kommst die du mir gerne weitergeben möchtest und unter Monika ist es aber nicht.

01:10:25: Können wir machen?

01:10:27: Sollen wir das haben wir die Zeit noch, dass ich kurz mal zeige, wovon ich rede.

01:10:33: Kommt auf den Sales auch an und dann auf der Minute...

01:10:36: Machen wir erst einmal die Challenge!

01:10:37: Also das Problem ist nicht das Management, ja.

01:10:40: Das Problem ist, ich habe heute noch andere Termine.

01:10:42: Wir haben jetzt schon weitaus länger gequatscht als wir dachten, dass es dauern würde.

01:10:45: Die haben uns viel zu erzählen und deswegen lasst uns gerne immer einen zweiten Teil machen.

01:10:49: Wenn ihr

01:10:51: Bock habt auf den zweiten Teil dann schreibt das unbedingt in die Korroschale, legt das mit rein weil dann hört ihr ja nochmal die Mutter Monika oder Bodo Anderwunder.

01:10:58: Das machen wir da!

01:10:59: Genau,

01:11:00: das ist der Cliffing bei manchmal.

01:11:04: Aber heute brauchen wir noch eine Challenge auf jeden Fall!

01:11:05: Was hast du?

01:11:06: Ich weiß wirklich von nichts, es wird mir auch keiner aus dem Management verraten.

01:11:10: Die Challenge lautet... Auch wir performen einen Zungenbrecher im Duett und zwar einen den ich schon veröffentlicht habe.

01:11:17: Den Whiskey-Mexer.

01:11:19: Das ist nämlich einer bei dem es besonders heikel ist wenn man sich versabbelt.

01:11:22: Auch da gibt es schöne Autos.

01:11:24: Ich kann

01:11:26: mir was vorstellen

01:11:28: Genau.

01:11:28: Davon gibt es ein Duett, also quasi eine Introduktion von mir in reim Formen und ich hoffe du nimmst die Challenge an und bin sehr gespannt was da rauskommt.

01:11:39: Natürlich!

01:11:39: Also bisher gab's keinen Challenge die nicht angenommen haben.

01:11:44: Es muss ja gemacht werden.

01:11:45: ob das funktioniert ist dann eine andere Sache Wie ihr gehört habt, das kommt dann halt auf die Kanäle.

01:11:52: Sobald ich das durchgeführt habe Gott sei Dank sagt es ja immer zeitlose Challenges.

01:11:55: Ich kann dann durchführen und es tatsächlich passt.

01:11:58: Aber genau!

01:11:59: Das will ich dann durch führen und ja klar normalerweise frage mich dann jetzt an einer Gegendchallenge also werde ich das dann erforderlich gleich geschafft haben.

01:12:08: aber da haben wir in Deutschland gesagt komm wir machen nochmal so ein zum brechen duett

01:12:13: Zum Beispiel nah und vor allem halt auch auf dieser ganz weiten Teil, weil es gibt du hast ja noch einige an wirklich interessanten Fragen.

01:12:19: Die ist leider nicht mehr schaffen die ich aber gern beantworten würde.

01:12:23: Sehr sehr gerne.

01:12:24: Also von mir aus sehr gerne, weil sie sind auch wirklich... Ich habe wirklich schon richtig schön aufgeschrieben wo ich auch wirklich sage oder das ist cool und bei ihnen gibt's doch bestimmt die eine oder andere Nygdote zu erzählen.

01:12:34: also wenn ihr mal nicht nur irgendwie was Im Internet lesen wollt, was jeder sowieso schon weiß.

01:12:39: Sondern vielleicht auch meine Anekdote aus dem Nick-Histchen von Bodoern wollt?

01:12:42: Dann gehabt ihr jetzt noch ein Argument mehr!

01:12:44: Ich hoffe es ist okay dass ich mich ein weiteres Mal in deine Show selbst einlade.

01:12:50: Von mir aus sehr gerne.

01:12:51: Wenn das euch aufgefallen hat... Ihr wisst ja, was ihr mal machen müsst.

01:12:54: lasst eine gute Bewertung da wenn's euch wirklich gut aufgefallen hat.

01:12:58: Kommt

01:12:58: gerne zum Konzert?

01:13:01: Ja Und wo ich spiele steht auf www.bodoerwartgipunkt.de.

01:13:04: Es verlinkt man natürlich in die Shownutz, damit ihr gar nichts mehr suchen müsst und dann einfach nur noch einen Mausklick entfernt, die ganzen Daten habt.

01:13:13: Und im Ende des Jahres komm ich mit einem neuen Programm auf die Bühne und soviel kann ich verraten.

01:13:17: es wird zungenbrecherlastig!

01:13:20: Überraschung!

01:13:22: Also Bruder erst mal dir vielen Dank für Zeitgier und Antwort.

01:13:24: du musst ja den nächsten Termin, ich schicke dich schon einmal drüber Ich baue euch noch ab und wie gesagt wir sehen uns beim nächsten Mal wieder.

01:13:32: Nächsten Dienstag natürlich, Überraschung!

01:13:35: Zu einer neuen Folge von Mensch Marti Geben Lernen und Gestalten.

01:13:37: Ich freu mich wenn ihr hier mit dabei seid und auf dich freue ich mich auch schon beim nächsten Mal.

01:13:42: Bis dahin!

01:13:42: Ciao Ciao.

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Tonty

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